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Kundgebung und Gegendemo in Prien: Linksautonome fordern Einsatzkräfte heraus

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Blumen, Kerzen und Briefe liegen vor dem Supermarkt in Prien, vor dem am 29. April 2017 eine 38-jährige Mutter niedergestochen wurde. Foto: Florian Eckl/dpa

Prien – Die Kundgebung des linken Spektrums gegen eine vom „Bündnis Chiemgau gegen Gewalt“ initiierten Trauerfeier zum Gedenken der vor einem Jahr vor einem Supermarkt in der Franziska-Hager-Straße ermordeten afghanischen Staatsangehörigen Farima S. nahm am Montag leider nicht den gewünschten friedlichen Verlauf.


Rund 100 Teilnehmer der Gegendemo hatten sich gegen 17.30 Uhr am sogenannten Rafenauer Weiher, dem ihnen von der Versammlungsbehörde zugewiesen Kundgebungsort an der Kreuzung See-/Franziska-Hager-Straße eingefunden.

Darunter befanden sich auch rund 25 bis 30 dem linksautonomen Spektrum zuzuordnende und teils vermummte Personen, die kurz nach 18 Uhr plötzlich unter massivem körperlichem Einsatz die Polizeiabsperrung zu durchbrechen versuchten. Nur mit starken Polizeikräften und unter Einsatz von Pfefferspray konnte dies verhindert werden.

Die Polizei kündigte daraufhin an, dass die Versammlung aufgelöst werde, sollten die gewalttätigen Ausschreitungen fortgesetzt werden. Zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und Passanten musste die Franziska-Hager-Straße von der Polizei bis zum Veranstaltungsende gesperrt werden.

Der weitere Ablauf der Versammlung verlief dann weitgehend störungsfrei. Die Versammlung des Bündnisses „Chiemgau gegen Gewalt“ endete um 18.30 Uhr ohne Vorkommnisse. Die Gegenveranstaltung wurde von der Versammlungsleiterin kurz nach 19 Uhr für beendet erklärt. Alle Versammlungsteilnehmer verließen daraufhin den Versammlungsort. Die polizeilichen Ermittlungen wegen diverser Delikte im Zusammenhang mit den gewalttätigen Aktionen dauern noch an.

Die Priener Polizei war mit eigenen und den ihr unterstellten Kräften der Bereitschaftspolizei, den Einsatzzügen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd und mit Unterstützung der Bundespolizei im Einsatz. Nur der hohe Kräfteansatz ermöglichte ein zeitnahes und effektives Einwirken auf die Störungen und die Gewährleistung der Versammlungsausübung der an einer friedlichen Meinungsäußerung interessierten Mehrzahl der Teilnehmer.

Pressemitteilung der Polizeiinspektion Prien