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Kreislaufprobleme und Knochenbrüche

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Die Einsatzkräfte der Bergwachten kommen in diesen Tagen nicht zur Ruhe. (Foto: BRK BGL)

Berchtesgadener Land Die Bergwachten im Berchtesgadener Land waren während der vergangenen Tage aufgrund des schönen Wetters laufend gefordert.

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Die Bergwacht Ramsau musste am Sonntag um kurz nach 16 Uhr für einen 76-jährigen Tschechen ausrücken, der auf dem Weg zum Watzmann-Hockeck umgekehrt war und sich immer wieder wegen Kreislaufproblemen hinlegen musste. Es stellte sich später heraus, dass er einen Herzinfarkt hatte. Andere Bergsteiger fanden den Urlauber an der Abzweigung von der Kühroint-Forststraße zum Fußweg bei der Auerhahn-Sitzgruppe und setzten einen Notruf ab. Der Mann wurde in die Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht.

Kurz nach 14.30 Uhr war bereits ein Notruf für die Reichenhaller Bergwacht vom Hochplateau der Reiter Alpe eingegangen, wo an der Neuen Traunsteiner Hütte ebenfalls ein Patient mit Kreislaufkollaps Hilfe brauchte.

Am Samstagnachmittag stürzte ein 52-jähriger Radfahrer an der Steiner Alm auf der Nordseite des Hochstaufens und brach sich den Unterarm. Die gegen 15.10 Uhr alarmierte Reichenhaller Bergwacht versorgte den Teisendorfer, schiente den Bruch und fuhr den Verletzten mit dem Rettungsfahrzeug zur Kreisklinik Bad Reichenhall.

Gegen 14.40 Uhr verletzte sich ein 18-jähriger Wanderer auf dem Weg zur Eiskapelle unterhalb der Watzmann-Ostwand schwer am Knie. Die Hubschrauberbesatzung setzte Notarzt und einen Berchtesgadener Bergretter beim Patienten ab und flog alle mit dem Rettungstau auf die Halbinsel Hirschau. Von dort aus wurde der 18-Jährige zur Klinik geflogen.

Am Freitag war die Bergwacht Berchtesgaden bei einer allergischen Reaktion nach einem Insektenstich am Grünstein-Klettersteig gefordert. Gegen 21.15 Uhr brauchten zwei polnische Bergsteiger an der Grubenalm im Abstieg vom Watzmannhaus die Hilfe der Bergwacht Ramsau, da sie sich an den laut bellenden Hütehunden und Schafen nicht mehr vorbeitrauten. Der Hundeführer der Bergwacht Ramsau konnte die beiden Polen beruhigen, da von den eingezäunten Tieren keine Gefahr für sie ausging, und brachte sie dann zum Auto.

Am Donnerstagabend gegen 22.15 Uhr musste die Bergwacht Ramsau wegen einer Vermisstensuche zum Wachterl ausrücken. Der abgängige 36-jährige Einheimische tauchte dann wohlbehalten in der Moosenalm im Lattengebirge wieder auf. Die Mutter hatte zunächst selbst vergeblich in der Mordau nach dem Sohn gesucht, da er am Abend nicht nach Hause gekommen und auch nicht über Handy erreichbar war. Die Bergwacht Ramsau bereitete dann am Wachterl, wo das Auto des Vermissten stand, zusammen mit der Polizei eine große Suche vor, die rasch abgeblasen werden konnte. Die Sennerin der Moosenalm brachte den Mann dann ins Tal.

Am Donnerstag gegen 15.30 Uhr war ein 62-jähriger Wanderer an der Kneifelspitze gestolpert und etwa zehn Meter durch das steile Waldgelände auf den Serpentinenweg abgestürzt. Obwohl sich der Münchner dabei schwere Verletzungen zugezogen hatte, ging er noch selbst auf die Fahrstraße zurück. Die Bergwacht Berchtesgaden versorgte den Mann. Zum schonenden Abtransport und wegen zusätzlicher internistischer Erkrankungen wurde der 62-Jährige dann mit dem Rettungshubschrauber »Christoph 14« zur Klinik geflogen.

Am Donnerstag gegen 7.30 Uhr musste die Bergwacht Berchtesgaden zum Stahlhaus am Torrener Joch ausrücken, wo eine 66-jährige Niederländerin mit Fußverletzung vom Vortag nicht mehr selbst absteigen konnte. Die Bergwacht brachte sie ins Tal. Per Rettungswagen ging es weiter zur Kreisklinik Berchtesgaden. fb