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»Krax'n-Sonntag« wieder herbstlicher Höhepunkt im Markt

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Beliebter Klassiker: der BRK-Losstand.
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Der Höhepunkt des »Krax'n-Sonntags«: der Aufmarsch der Blaskapellen.
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Wie man sieht, war die Stimmung bestens. (Fotos: Tessnow)

Berchtesgaden – Die »Aktiven Unternehmen« veranstalteten am gestrigen Sonntag zum 19. Mal den beliebten »Krax'n-Sonntag«. Das Angebot aus Herbstmarktständen, regionalen Schmankerln, offenen Wirts- und Geschäftshäusern sowie ein Sternmarsch traditioneller Blasmusikkapellen lockte Einheimische und Touristen in die Fußgängerzone zum Einkaufen und Einkehren.


Wenn der »Gebrannte Mandeln und Zuckerwatte«-Stand seine süßen Düfte und die Grillroste ihre deftigen Rauchschwaden in den herbstlichen Nebelhimmel verströmen, wenn individuell-bäuerliche Handwerkskunst zu heimischen Dekorationsideen anregen und diverse Schmankerlangebote zum Flanierimbiss einladen, dann ist in Berchtesgaden wieder »Krax'n-Sonntag«. Aber pünktlich, wie auch in den vergangenen Jahren, hatte das Herbstwetter saisonal bedingte Ungemütlichkeiten mitgebracht; der Himmel drohte mit Schauern, die sich erst gegen Nachmittag mit Nieselregen kurz bewahrheiteten. So war der Markt besonders um die Mittagszeit am besten besucht. Danach hieß es: »Ab ins Wirtshaus«.

Wer sich am Triembacher-Eck in das Geschehen einfädelte, konnte gleich per Los etwas für den guten Zweck tun. »Los! Kauf ein Los!«. Den Stand vom Bayerischen Roten Kreuz steuerten die Familien gleich als erste Station an und die Kinder konnten ihren etwaigen Gewinn erwartungsfroh befummeln.

Nebenan thronte ein anderer Papa samt angeschnalltem Nachwuchs auf der Feuerwehrleiterplattform mit bester Sicht über das gesamte Markttreiben auf der Metzgerstraße und dem Marktplatz. Da ging es immerhin 30 Meter in die Höhe. Als Veranstaltungshöhepunkt und Publikumsmagnet erwies sich wieder der berühmte Sternmarsch mit drei bayerischen Blaskapellen. Vom Parkdeck an der Ludwig-Ganghofer-Straße hieß es um 11.30 Abmarsch für die Musikkapelle Ainring mit Standkonzert an der Dr.-Imhof-Straße.

Gleichzeitig machte sich die Stadtkapelle Laufen aus Richtung Nonntal auf den Weg und hielt ihr Ständchen am Marktbrunnen ab. Vom Parkplatz an der Hindenburg-Allee stieß die Trachtenkapelle Feldkirchen hinzu und machte das »Trio« perfekt. Auf das finale musikalische Zusammentreffen warteten bereits viele Freunde traditioneller Blasmusik am Weihnachtsschützenplatz. Hier wurden schon die ersten Frühschoppen-Biere gezischt und anschließend die reservierten Plätze in den anliegenden Wirtshäusern eingenommen. Herbstliche Menüs vom Wild oder Klassiker wie der Schweinsbraten sollten dann die Mägen wieder regulieren.

Insgesamt 40 Haltepunkte hatten die »Aktiven Unternehmen« wieder für den »Krax'n-Sonntag« auftreiben können. Zusätzlich öffneten die ortsansässigen Geschäftsleute ihre Türen. Wer also beim Wochenendeinkauf etwas vergessen hatte oder in Ruhe mal nach Trachtenangeboten schauen wollte, konnte noch kurz nachlegen.

Und so gab es eigentlich an diesem »Krax'n-Sonntag« nichts Neues. Das wiederum macht gar nichts, denn das Altbewährte macht es ja aus. Veranstalter zeigten sich über die große Resonanz und Verbraucher über das vielfältige Angebot zufrieden. Jörg Tessnow