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Konsequenzen aus Pechstein-Urteil: DOSB ohne Eile

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Alfons Hörmann
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Will im Fall Pechstein nichts überstürzen: DOSB-Präsident Alfons Hörmann. Foto: Tobias Hase Foto: dpa

Berlin (dpa) - Der Deutsche Olympische Sportbund hat vor voreiligen Konsequenzen aus dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte im Fall Claudia Pechstein gewarnt.


«Auch in diesem Fall lohnt es sich, das Urteil ganz genau zu studieren und dieses nicht vorschnell zu bewerten. Gerade deshalb werden wir uns in der notwendigen Professionalität mit diesem und den daraus resultierenden Konsequenzen auseinander setzen», erklärte DOSB-Präsident Alfons Hörmann auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Der EGMR hat die Unabhängigkeit des Internationalen Sportgerichtshofs CAS bekräftigt, doch der fünfmaligen Eisschnelllauf-Olympiasiegerin eine Entschädigung von 8000 Euro zugesprochen. Der Gerichtshof bestätigte Pechstein erstmals, dass sie vor dem CAS vor über neun Jahren kein faires Verfahren hatte, da die Verhandlung nicht öffentlich durchgeführt wurde. Pechstein wertete dies als Erfolg und wird aller Voraussicht nach dennoch Rechtsmittel gegen die EGMR-Entscheidung einlegen.

Alfons Hörmann, der vor Jahren schon Pechstein als «Opfer und nicht als Täter» bezeichnet hatte, äußerte noch einmal volles Verständnis dafür, dass die Berlinerin für ihre Rechte als Athletin kämpft. Der DOSB werde «sie dort, wo sinnvoll und möglich, auch gerne weiterhin unterstützen.» Athleten sollten nicht nur im Mittelpunkt stehen, sondern auch eine in jeder Hinsicht faire Behandlung erfahren. «Das war, ist und bleibt unsere Kernzielsetzung im DOSB», sagte Hörmann.

Pechstein-Statement zum Urteil des Europäischen Gerichtshofes bei Facebook