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Kommt ein Waldkindergarten nach Berchtesgaden? Dritter Versuch für Baugenehmigung

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Kommt ein Waldkindergarten nach Berchtesgaden? Dritter Versuch für Baugenehmigung
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Foto: Monika Skolimowska/Symbolbild/dpa

Berchtesgaden – Nach zwei gescheiterten Versuchen, den richtigen Standort für einen Waldkindergarten in Berchtesgaden zu finden, soll es nun beim dritten Mal klappen. Der Gemeinderat Berchtesgaden beschloss in der jüngsten Sitzung am Montag einstimmig, dass der neue Hort im Bereich der Waltenbergerstraße am Salzberg errichtet werden soll. Allerdings steht noch die Baugenehmigung vonseiten des Landratsamtes aus.


Mit den zuvor geplanten Standorten für den Waldkindergarten im Rostwald und auf der Zufahrt zum Allweglehen war der Marktgemeinderat bislang aus naturschutzfachlichen Gründen gescheitert. Nun hat man den Standort nähe Waltenbergerstraße im Bereich der »Villa Ottenstein« bei der Zufahrt zum »Kalten Keller« ins Auge gefasst. Das Grundstück gehört den Bayerischen Staatsforsten.

»Wenn die Baugenehmigung da ist, dann sollten wir den Waldkindergarten schnellstmöglich installieren. Um keine Gemeinderatssitzung mehr abhalten zu müssen, wäre eine Ermächtigung vonseiten des Gemeinderats hilfreich«, sagte Marktbürgermeister Franz Rasp.

Hans Kortenacker (Bürgergruppe) erinnerte daran, dass dies bereits der dritte Standort sei, den man ins Auge fasse. So lange keine Baugenehmigung vorliege, könne man nicht wissen, ob die Unterkunft für Kinder tauglich sei. Er frage sich deshalb, ob man lieber nicht noch die vier Wochen abwarten solle. »Das müssen Sie dann mit den Eltern klären, die dort ihre Kinder unterbringen wollen«, erwiderte Bürgermeister Rasp. »Je früher wir den Standort festlegen, desto schneller haben wir eine Unterkunft für die Kinder«, so der Bürgermeister.

Dr. Bartl Wimmer (Bündnis 90/Die Grünen) kritisierte die Genehmigungspraxis des Landratsamtes, denn woanders gehe es deutlich schneller. »Wir wollen den Kindergarten. Doch es ist ein schwieriger Prozess«, sagte Wimmer und betonte, dass »im Ablauf schon Verbesserungspotenzial möglich gewesen wäre«. Dem widersprach der Bürgermeister nicht. Das Gremium gab für den Standort, vorbehaltlich der Baugenehmigung, dann doch seine einhellige Zustimmung. pv