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Kohlschreibers Stuttgart-Traum geplatzt: Fognini siegt

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Für Philipp Kohlschreiber hat es nicht zum Turniersieg in Stuttgart gereicht. Foto: Marijan Murat Foto: dpa
Unterlegen
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Für Philipp Kohlschreiber hat es nicht zum Turniersieg in Stuttgart gereicht. Foto: Marijan Murat Foto: dpa
Verpasst
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Kohlschreiber erlaubte sich zu viele Fehler. Foto: Marijan Murat Foto: dpa
Sieger
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Stattdessen jubelte Shooting-Star Fabio Fognini. Foto: Marijan Murat Foto: dpa
Einsatz
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Mit vollem Einsatz hechtet der Italiener zum Ball. Foto: Marijan Murat Foto: dpa
Finalisten
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Die beiden Finalisten posieren vor Fogninis neuem Flitzer. Foto: Marijan Murat Foto: dpa

Stuttgart (dpa) - Nach dem jäh geplatzten Traum vom historischen Sieg beim Stuttgarter Tennisturnier verbarg Philipp Kohlschreiber tief enttäuscht sein Gesicht unter einem Handtuch. Der Augsburger unterlag im Endspiel Fabio Fognini in drei Sätzen mit 7:5, 4:6 und 4:6.


»Natürlich ist es besonders beknackt, wenn man das Finale verliert«, sagte er. Kohlschreibers Hoffnung, sich auf dem Weissenhof 22 Jahre nach Michael Stich als nächster deutscher Sieger »verewigen« zu können, erfüllte sich damit nicht. Als Trost blieben ihm 39 000 Euro Prämie und 150 Weltranglistenpunkte.

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Bei hochsommerlichen Temperaturen auf dem nicht ganz ausverkauften Center Court sah es zunächst gut für den an Nummer 2 gesetzten Kohlschreiber aus. Aber nach 2:08 hartumkämpften Stunden konnte der 26 Jahre alte Italiener sich über seinen ersten Triumph auf der ATP-Tour, 250 Weltranglistenpunkte, 74 000 Euro Siegprämie sowie zusätzlich einen weiß lackierten Sportwagen des Hauptsponsors (Mercedes) freuen. »Das war eine grandiose Woche. Ich bin sehr glücklich«, jubelte Fognini.

Beide Profis boten im ersten Satz phasenweise hochklassiges Tennis, zeigten aber auch zwischendurch unerklärliche Schwächen beim eigenen Service. Beim Stand von 1:1 leisteten sich der Deutsche und der Italiener jeweils zwei Aufschlagverluste, so dass es nach diesem Break-Festival 3:3 stand. Kohlschreiber nutzte schließlich bei seinem dritten Break seinen ersten Satzball nach 45 Minuten zum 7:5.

Im zweiten Durchgang gab der Weltranglisten-25. dafür gleich seinen Aufschlag ab und musste dem Rückstand lange hinterher hecheln. Fognini bestätigte seinen Ruf als Sandplatzspezialist. Mit viel Mut und Kampfgeist überstand Kohlschreiber dann beim Stand von 3:5 und eigenem Aufschlag eine äußerst brenzlige Situation: Er wehrte vier Satzbälle ab und konnte auf 4:5 verkürzen. Aber der im ATP-Ranking auf Position 31 rangierende Fognini bewahrte die Ruhe und brachte danach sein Service souverän zum 6:4 nach 38 Minuten durch.

Im entscheidenden dritten Satz ließ Kohlschreiber kräfte- und konzentrationsmäßig nach. Vor allem bei seinen Aufschlagsspielen hatte er häufig große Schwierigkeiten. Fognini agierte dagegen routiniert. Mit zwei Breaks zum 2:1 und 4:1 schaffte er früh die Grundlage für seinen ersten Sieg auf der ATP-Tour. Kohlschreibers Re-Break zum 2:4 konnte seine sechste Niederlage im insgesamt zehnten ATP-Finale nur noch etwas hinauszögern.

»Das Problem war, dass ich in den beiden letzten Sätzen immer früh ein Break kassiert habe. Da ist es sehr schwierig«, erklärte Kohlschreiber. »Zudem hat Fabio sehr solide gespielt. Ich probiere es nächstes Jahr wieder.«

Kohlschreiber hatte im Halbfinale den Rumänen Victor Hanescu nach einer weitgehend überzeugenden Vorstellung sicher 6:3, 6:3 bezwungen. Fognini hatte mit dem spanischen Qualifikanten Roberto Bautista Agut beim 6:1, 6:3-Sieg noch weniger Probleme gehabt.

Die Verantwortlichen zogen ein äußerst positives Fazit. Turnierdirektor Edwin Weindorfer sprach von einer »sehr, sehr positiven Bilanz«. Über 43 000 Zuschauer bedeuteten einen Rekord, seit er das Event seit 2007 organisiere. Jörg Howe, der Leiter Kommunikation der Daimler AG, sagte für den Hauptsponsor Mercedes: »Wir sind zufrieden - und zwar sehr«. Es sei eine »sonnige Bilanz«.

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