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»Köpfe – 1979 bis 2019«

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Bürgermeister Georg Schützinger (rechts) und Laudator Herbert Stahl (links), Vorsitzender des Kunstvereins Traunstein, gratulierten dem heimischen Künstler Willee WTH Regensburger zu seiner gelungenen Ausstellung »Köpfe - 1979 bis 2019«, die noch bis 23. Mai in der Schlossökonomie Grabenstätt zu besichtigen ist. (Foto: Müller)

Die sehenswerte Ausstellung »Köpfe – 1979 bis 2019« des Grabenstätter Künstlers Willee WTH Regensburger läuft noch bis 23. Mai in der Schlossökonomie Grabenstätt.


»Du feierst demnächst deinen 65. Geburtstag und schenkst Dir selbst und uns diese wunderbare Ausstellung«, freute sich Laudator Herbert Stahl, Vorsitzender des Kunstvereins Traunstein, auf der sehr gut besuchten Vernissage. Wie Stahl verriet, spiele die Zahl 40 gleich in mehrfacher Hinsicht eine bedeutende Rolle. So habe Regensburger vor zwei Jahren sein 40. »Dienstjubiläum« als erfolgreicher, freischaffender Künstler gefeiert, die Ausstellung decke die vergangenen 40 Jahre ab und es seien exakt 40 seiner Werke zu bewundern.

Regensburger experimentiere mit vielfältigsten Techniken, um an den psychologischen Inhalt seiner Köpfe zu gelangen. »Seine Köpfe visualisieren den Charakter des jeweiligen Menschen, ohne diese zu porträtieren«, so Stahl. Regensburger wisse ganz genau, dass nicht jedes bildnerische Mittel für jede Art von Kopf gleich geeignet sei. Die Fingerspuren verraten, dass er einige seiner Kopfarbeiten auch mit den Händen gemalt hat. Wichtige Rollen spielen immer wieder Ornamente und Muster. Es sei eine Freude, wenn man den gemeindlichen Schlossökonomiesaal für solche Veranstaltungen zur Verfügung stellen könne, so Bürgermeister Georg Schützinger in seinem Grußwort.

Regensburger wurde 1954 in Bad Aibling geboren und lebt seit 2001 in Grabenstätt. Er arbeitet seit 1977 als freischaffender Künstler und ist im Kunstbetrieb viele Jahre durch besonders große Formate aufgefallen. Ausstellungen in großen Galerien und Kunsthäusern hat er mit Serien von Mythen, mit religiösen Themen und immer wieder mit dem Thema Mensch bespielt. Von seinen zirka 10 000 facettenreichen Arbeiten beschäftigen sich rund 1500 nur mit Köpfen.

Heute Konzert mit Liederzyklus »Harawi«

Besichtigt werden kann die Ausstellung in der Schlossökonomie noch bis Donnerstag, 23. Mai, montags bis freitags von 9 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr. Am heutigen Freitag um 19.30 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) findet das Konzert »Harawi« statt, ein Liederzyklus über die Liebe von Olivier Messiaen (1908 bis 1992) mit der Sängerin Anahita Ahsef aus Kiefersfelden und dem Pianisten Thomas Hartmann aus Chieming. Die Einführung und synästhetische Filmprojektion macht Regensburger. Die Gäste erwartet eine außergewöhnliche Kombination von Musik und bildender Kunst, mit der man auch schon im Gasteig in München begeistert hat. Karten gibt es unter Telefon 08661/929191 und an der Abendkasse. Markus Müller