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Knackige Supercup-Woche für die Bayern: Wohin mit Müller?

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Niko Kovac
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Geht in seine zweite Saison als Bayern-Coach: Niko Kovac. Foto: Javier Rojas/Pi/Prensa Internacional via ZUMA Foto: dpa

Dieses Bayern-Programm hat es in sich: Erst Fenerbahce, dann Real oder Tottenham und zum Abschluss das Prestigeduell mit dem BVB im Supercup. Trainer Kovac forciert in seinem noch »überschaubaren Kader« geschickt den Kampf um die elf Startplätze.


München (dpa) - Die Bayern lassen die Muskeln spielen. Knapp drei Wochen vor dem Bundesliga-Ernstfall wird beim deutschen Fußball-Rekordmeister schon mal Stärke demonstriert.

Zum Start in eine knackige Woche mit zwei Härtetests beim Audi Cup mit Topteams wie Real Madrid und Champions-League-Finalist Tottenham Hotspur sowie dem brisanten Supercup-Duell mit dem nationalen Rivalen Borussia Dortmund präsentierten sich Stars wie Robert Lewandowski und Thiago am Sonntag beim öffentlichen Training kraftstrotzend im Muskel-Shirt.

»Wir müssen jedes Mal aufs Neue zeigen, dass wir die Nummer eins sind«, erklärte Lewandowski. Zwei Tage Erholung gönnte Trainer Niko Kovac seinen Profis nach der Rückkehr von der strapaziösen, aber auch gelungenen USA-Reise. Am Wochenende startete der Kroate auf dem Vereinsgelände mit dem Feinschliff für die neue Fußballsaison, die für den deutschen Serienmeister in 14 Tagen mit dem DFB-Pokalspiel beim Viertligisten Energie Cottbus beginnt.

Kovac schaute bei der fast zweistündigen Übungseinheit genau hin. Die schwarze Trainingskladde steckte meist hinten in der kurzen Hose. Es gab zahlreiche Spielformen mit Wettkampfcharakter, Einsatz und Ehrgeiz waren hoch. Es fehlte nur Neuzugang Lucas Hernández, der nach seiner Knie-Operation bald ins Teamtraining einsteigen soll.

Kovac schürt aber auch ohne den 80 Millionen Euro teuren Weltmeister den Konkurrenzkampf in seinem noch »überschaubaren Kader«, der insbesondere noch mit einem Flügelspieler verstärkt werden soll. »Jeder kämpft um die Plätze, jeder möchte sich empfehlen, um in den ersten Pflichtspielen mit dabei zu sein. Bis zur Länderspielpause gibt es einen Rhythmus, wo man nicht so viele Spiele hat, nicht alle drei Tage spielt. Da ist es für einen Trainer nicht immer ganz einfach, weil vielleicht weniger rotiert werden wird«, sagte Kovac.

Es herrscht Gedränge beim Wettbewerb um die elf Startplätze. Und eine Schlüsselfrage im neuen 4-3-3-System, das Kovac in der Vorbereitung einstudiert, lautet: Wohin mit Thomas Müller? Die bevorzugte Position des Angreifers zentral hinter Mittelstürmer Lewandowski gibt es nicht mehr. Um die beiden Achter-Posten im Mittelfeld konkurrieren eher Leon Goretzka, Weltmeister Corentin Tolisso und Renato Sanches.

Die Erstbesetzung auf dem rechten Flügel ist Nationalspieler Serge Gnabry. Kovac stellte Müller darum in zwei der drei Testspiele in Amerika als zentrale Spitze auf. »Thomas hat vorne gespielt, das hatte Gründe. Wir müssen gewappnet sein, wenn Robert mal eine Pause braucht, aus welchen Gründen immer auch«, erläuterte der Coach.

Müllers Einsatzgebiet ist offen. Weitere wertvolle Hinweise könnte es in den Testspielen dieser Woche geben. Am Dienstag (20.30 Uhr/ZDF) treffen die Bayern beim Audi Cup in der Allianz Arena auf Fenerbahce Istanbul. Tags darauf geht es im Finale oder im Spiel um Platz drei gegen Real oder Tottenham. Und nur drei Tage später geht es in Dortmund auch schon um den ersten Titel der Saison.

Gegen den BVB wollen die Bayern ein erstes Zeichen setzen, wie Nationalspieler Niklas Süle ankündigte. »Für mich ist der Supercup auch richtig wichtig«, erklärte Kapitän Manuel Neuer während der US-Tour. Die Münchner peilen den vierten Supercup-Gewinn am Stück an. »Die Duelle zwischen Bayern und Dortmund sind immer heiß«, sagte der ehemalige Dortmunder Lewandowski. Er geht von einem Bayern-Sieg aus.

Parallel zur Vorbereitung geht die Suche nach Verstärkungen weiter. Der Transfer von Nationalspieler Leroy Sané genießt dabei weiterhin Priorität. Das Gesamtpaket aus Ablöse und Gehalt für den Außenstürmer von Manchester City würde 100 Millionen Euro klar übersteigen.

Die Bayern-Bosse vermeiden Wasserstandsmeldungen, reagieren nach außen gelassen. »Ich glaube, wir haben eine tolle Mannschaft. Sie ist top besetzt vom Torwart bis zum Linksaußen«, erklärte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. In der »Bild am Sonntag« versicherte der 63-Jährige: »Es wird noch Transfers geben, ganz sicher.«

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