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Klassische Musik »gut ausgesteuert«

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Solist Philip Huber begeisterte mit Beethoven. (Foto: Heigl)

Eine Sternstunde großartiger, mitreißender Orchestermusik erlebten die Zuhörer im Saal der Traunsteiner Berufsschulaula.


Die Bad Reichenhaller Philharmoniker und ihr charismatischer Dirigent, Christian Simonis, brachten als »Gastgeschenk« Musik von Johannes Brahms, »Variationen über ein Thema von Haydn«, Ludwig van Beethovens »Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll« und Robert Schumanns »Sinfonie Nr.4 d-Moll« mit.

Der Solist des Abends war der Traunsteiner Philip Huber, 16 Jahre jung, Träger etlicher Preise, und Klavier-Schüler der hiesigen Musikschule. Das »Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll« von Ludwig van Beethoven spielte er mit Esprit und auswendig. Er begeisterte das Publikum mit seiner emotional überraschend reifen und virtuosen Interpretation.

Die Bad Reichenhaller Philharmoniker präsentierten sich ebenfalls in Höchstform. So einen Robert Schumann hört man nicht oft: Bei der »Sinfonie Nr. 4 d-Moll wurde bestimmt kaum einer im Saal schläfrig, so spannend war das! Simonis wirkte hoch energetisch, sein freundliches Gesicht leuchtete und das Orchester spielte in den schillerndsten Farben. Ekstatische Tutti, grollende Pauken, das Orchester bot ganz großes »Kino« für die Ohren. Der Klang blieb dennoch rund, füllte den Raum gleichmäßig und zur Gänze aus, ohne zur »Lärmbelästigung« zu werden. Wäre es ein elektronisches Konzert, würde man sagen »gut ausgesteuert!«

Begeistert bedankte sich der Musikschulleiter Heinrich Albrecht bei Simonis für sein Kommen, er sei stolz, so ein hochkarätiges, riesiges Orchester zu Gast zu haben. Simonis und seine Musiker bedankten sich bei ihm und den Zuhörern mit dem leichtfüßigen »Ungarischen Tanz Nr.1« von Johannes Brahms. Das Publikum applaudierte enthusiastisch.

Barbara Heigl