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Erinnerung an Pater Kaspar Stanggassinger

Kirchweih am Kälberstein

Bischofswiesen – Zu Ehren des seligen Kaspar Stanggassinger feierte man am Sonntag beim Kälberstein-Kircherl das Kirchweihamt für die Verstorbenen und Gefallenen der Stanggaßer Weihnachtsschützen und der Freiwilligen Feuerwehr Stanggaß sowie für alle Verstorbenen vom Kälberstein.

Der Berchtesgadener Kaplan Josef Rauffer und Pater Josef Steinle aus Gars am Inn zelebrierten am Sonntag den Gottesdienst zur Kälberstein-Kirchweih. (Foto: Stanggassinger)

Um die Kirchentür hatte man einen Kranz mit weiß-gelben Bändern befestigt. Der Altarraum war mit vielen Blumen geschmückt. Das Kirchlein schmückt zum Kirchweihfest seit über 20 Jahren das Urlauberehepaar Harms aus Ostfriesland. Die beiden planen jedes Jahr ihren Urlaub so, um beim Kälberstein-Kirchweihamt dabei zu sein. Kränze der Stanggaßer Weihnachtsschützen und der Freiwilligen Feuerwehr Stanggaß wurden neben dem Kirchenportal befestigt. Davor hatten sich die Fahnenabordnungen beider Vereine aufgestellt. Die Kirchenbänke standen im Freien und ein Altar war vor der Pforte aufgebaut. Patrozinium des Kälberstein-Kircherls das Fest Mariä Namen.

Der neue Berchtesgadener Kaplan Josef Rauffer und Pater Josef Steinle aus Gars am Inn zelebrierten gemeinsam den Gottesdienst. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Kirchleitn Musi umrahmt. Die Stanggaßer Weihnachtsschützen schossen vor und nach dem Gottesdienst sowie zur heiligen Wandlung Einzelfeuer und Salven.

Pater Josef Steinle erzählte in seiner Predigt aus dem Leben von Pater Kaspar Stanggassinger. Am 6. Oktober 1892 war Kaspar Stanggassinger in der Früh aus dem Haus gegangen, ohne sich von seinem Vater zu verabschieden, und fuhr in das Kloster nach Gars. Er ging ohne umzuschauen, er hat gewusst, wo er hin will. »Das können wir vom Kaspar lernen: Man muss vorausschauen und das Vergangene hinter sich lassen«, so Pater Steinle.

Nach dem Segen spielte die Kirchleiten Musi das Stück »Danken für an jeden Tag« und mit einem Jodler war der kirchliche Teil beendet. Anschließend gab es im Schützenkaser Schweinshaxen vom Bräuhauswirt sowie Gegrilltes, Bier, Schnaps, Kaffee und Kuchen und es wurde zu den Klängen der Kirchleiten Musi noch ausgiebig gefeiert. B.St.