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Kirchen als Highlights beim Salzburger Festspiel-Fest

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Die neue Buhlschaft werden Besucher des Festes zur Festspieleröffnung nicht sehen, zumindest nicht bei einer offiziellen Autogrammstunde, die fällt heuer nämlich aus. (Archivfoto: Wildbild/Hudelist)

Die Salzburger Festspiele beginnen heuer am 22. Juli. Während am Abend die zahlenden Besucher im Großen Festspielhaus bereits dem Chamber Orchestra of Europe und Werken von Joseph Haydn lauschen, ist am Freitag und Samstag die ganze Stadt Bühne für das »Fest zur Festspieleröffnung«.


Insgesamt gibt es fast 80 Programmpunkte an 30 Orten, »dabei spielen die Kirchen eine immer größere Rolle«, so Renate Bienert von den Festspielen. »Wenn es draußen heiß ist, will es jeder kühl haben und wenn’s regnet und gewittrig ist, dann sind auch alle lieber im Trockenen«. Höhepunkt wird am Freitagabend der traditionelle Fackeltanz am Residenzplatz sein.

Musik, Schauspiel und Lesungen, sowie Ausstellungen und Tanz an jeder Ecke, zwei Tage lang in der gesamten Stadt, das ist das Fest zur Festspieleröffnung, »ein Geschenk der Festspiele an die Salzburger«, so Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler. Viele der Veranstaltungen sind mittlerweile nicht mehr im Freien, sondern zum Beispiel in Salzburgs Kirchen, »das hat vor allem mit dem Wetter in Salzburg zu tun, und wenn sie am Wochenende beim stürmischen Linzergassenfest waren wissen sie warum«, so Rabl-Stadler schmunzelnd. Das Wetter ist auch der Grund dafür, warum Konzerte in Kirchen sich in den vergangenen Jahren »zum Renner« entwickelt haben, sagt Renate Bienert.

So wird es am ersten Festtag in der Kollegienkirche eine öffentliche Probe des Chors der Staatlichen Kapelle St. Petersburg geben, »unsere russischen Gäste werden den Besuchern einen Vorgeschmack auf geistliche Chormusik aus ihrem Land geben«. Ebenfalls bereits am Freitag, dem 22. Juli treten in der Michaelskirche am Residenzplatz die Hainbachsänger auf, die geistliche und weltliche Volkslieder vortragen werden. Einen Abend mit Orgel und Violine bieten Markus Stepanek und Eberhard Staiger in der Franziskanerkirche. Ein erstes, gemeinsames Konzert der Dommusik München mit der Dommusik Salzburg steht dann am Samstagnachmittag auf dem Programm.

Für alle Veranstaltungen in den Kirchen, sowie in anderen Räumlichkeiten werden insgesamt 10 500 kostenlose Zählkarten ausgegeben, und zwar ab Samstag, 9. Juli um 9.30 Uhr an der Tageskasse der Festspiele beim Neutor. Neben bezahlten Festspieltickets gelten auch die kostenlosen Zählkarten für das Fest zur Festspieleröffnung als Busfahrscheine.

Die beliebte Autogrammstunde mit Festspielstars wird es in diesem Jahr allerdings nicht geben, durch die umfangreichen Proben zum Jedermann war es nicht möglich, Künstler dafür freizubekommen«, bedauert Bienert. Das gesamte Programm am 22. und 23. Juli finden Interessierte im Internet auf www.salzburgfestival.at. Michael Hudelist