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Kennzeichnung von Eiern: Wo kommen sie her?

Mainz (dpa) - Anlässlich des Skandals um mit Fipronil belastete Eier hat die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz auf Eigenarten bei der Kennzeichnung von Eiern hingewiesen. So könne es beispielsweise sein, dass auf der Verpackung ein «DE» für Deutschland stehe und auf dem Ei selbst ein «NL» für die Niederlande.

Hühner und Ei
Verbraucher kaufen immer häufiger Bio-Produkte. Foto: Victoria Bonn-Meuser/Illustration Foto: dpanitf3

Den Verbraucherschützern zufolge gibt ein Buchstabenkürzel und eine Nummer auf dem Karton den Ort an, an dem die Eier abgepackt - aber nicht, wo sie gelegt wurden. Das besagt der Stempel auf dem Ei.

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Der Blick auf den Eierstempel bringt demnach folgende Informationen:

Die erste Ziffer steht für das Haltungssystem: - 0 = Ökologische Erzeugung - 1 = Freilandhaltung - 2 = Bodenhaltung - 3 = Käfighaltung

Die zweite Ziffer steht für den EU-Mitgliedsstaat, aus dem die Eier stammen, zum Beispiel: - DE = Deutschland - NL = Niederlande

Zum Schluss folgt die Betriebsnummer. In Deutschland stehen die ersten beiden Ziffern nach dem Ländercode für das Bundesland, in dem das Ei gelegt wurde, zum Beispiel - 03 für Niedersachsen, - 05 für Nordrhein-Westfalen - 06 für Hessen - 07 für Rheinland-Pfalz.

Die Ziffern danach identifizieren den genauen Betrieb.

Die Packstellennummer auf dem Eierkarton ist Pflicht. Mit dieser Nummer ist jeder Betrieb, in dem Eier sortiert und verpackt werden, in der EU eindeutig zu identifizieren.