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Kajak-Fund in der Saalach: Suche am Montag fortgesetzt – keine Spur vom Eigentümer

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Die bayerischen Rettungskräfte unterstützten am Montagnachmittag ihre österreichischen Kollegen. Gefunden haben sie niemanden. (Foto: BRK BGL)
Große Suchaktion nach Fund eines herrenlosen Kajaks am Saalachsee – Heli im Einsatz
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Die große Suchaktion mit zahlreichen Einsatzkräften und einem Polizeihelikopter nach einem womöglich in der Saalach verunglückten Wildwasser-Kajakfahrer wurde eingestellt: Die Rettungskräfte haben keine Person in Not gefunden. Die Polizei bittet nach wie vor um Hinweise auf den Besitzer. (Foto: Leitner, BRK BGL)
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Nach dem Fund eines herrenlosen Kajaks am Saalachsee wurde am Montagmorgen bei Bad Reichenhall eine große Suchaktion nach dem Besitzer eingeleitet. Im Einsatz sind neben der Polizei auch die Feuerwehr und das BRK sowie ein Hubschrauber, der die Umgebung von oben absucht. (Foto: BRK BGL)

Bad Reichenhall/Schneizlreuth – Nach dem Fund eines herrenlosen Kajaks und der erfolglosen Suche nach dem vermeintlich in Not geratenen Wildwasser-Fahrer forderte die Österreichische Wasserrettung (ÖWR) im Pinzgau am Montag die bayerischen Einsatzkräfte zu einer grenzüberschreitenden Vermisstensuche auf der Saalach an.


Update, Dienstagvormittag:

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften hatte seit dem Morgen nach dem möglicherweise verunglückten Kajak-Fahrer gesucht. Nach wie vor fehlt vom Besitzer des Kajaks jede Spur.

Grund für die erneute Alarmierung war, dass am Sonntag gegen 15 Uhr im Bereich der Teufelsschlucht bei Lofer eine Person mit einem augenscheinlich identischen Kajak auf der Saalach gesehen worden war.

Da nach wie vor nicht bekannt ist, wem das Boot gehört und ein Unfall möglich ist, suchten die BRK-Wasserwacht, die Tauchergruppe der Reichenhaller Feuerwehr und die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) aus dem Landkreis Traunstein von 14 bis 15.30 Uhr den Fluss von der Landesgrenze südwestlich des Wendelbergtunnels bis in den Saalachsee hinein mit Rafting-Booten ab, konnten aber niemanden finden. Eine Notfallkrankenwagen-Besatzung der BRK-Bereitschaft Bad Reichenhall sicherte den Einsatz ab. Im Pinzgau waren die ÖWR und die Freiwillige Feuerwehr unterwegs. red/BRK BGL

Update, 12.50 Uhr:

Eine Angehörige der Bergwacht Teisendorf-Anger war am Morgen gegen 7.20 Uhr mit dem Auto auf der B21 unterwegs und hatte das herrenlose Kajak unterhalb der Staumauer des Saalachsee-Kraftwerks im Wasser treiben sehen. Sofort setzte sie einen Notruf ab.

Die Leitstelle Traunstein und die Polizeieinsatzzentrale schickten die BRK-Wasserwacht, die Feuerwehr, einen Polizeihubschrauber und die Bergwacht mit ihrem Technikbus samt Drohne los. Wasserretter der Feuerwehr bargen das Boot und weitere Ausrüstung aus dem Wasser. Die Einsatzkräfte suchten rund zwei Stunden lang den See und den Fluss oberhalb und unterhalb der Fundstelle per Boot, aus der Luft und mit Fußmannschaften am Ufer ab, konnten aber niemanden finden, der womöglich verunglückt ist. „Edelweiß 4“ flog den Fluss von der Landesgrenze bei Melleck über den Stausee bis zur Luitpoldbrücke in Kirchberg ab.

Die Frau hatte das beschädigte Einsitzer-Kajak ungefähr 100 Meter unterhalb des Stauwehres am Saalachsee gefunden. Es handelt es sich um ein orange-rotes Modell der Marke Spade mit der Aufschrift „Ace of Spades“. Personen, die Hinweise auf den Eigentümer geben können oder ein solches Topolino vermissen, sollen sich dringend bei der Polizei in Bad Reichenhall unter Telefon 08651/9700 melden.

Im Einsatz waren die BRK-Wasserwachten Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Freilassing-Ainring und Laufen-Leobendorf, die Freiwilligen Feuerwehren Schneizlreuth und Bad Reichenhall mit ihrer Tauchergruppe, die Polizei mit mehreren Streifen und dem Hubschrauber „Edelweiß 4“, die Bergwachten Bad Reichenhall und Traunstein mit dem Technikbus und dem Einsatzleiter Saalachtal, der Einsatzleiter Wasserrettung, die BRK-Bereitschaften mit ihrem Einsatzleitwagen und ein Rettungswagen des Freilassinger Roten Kreuzes. BRK BGL/red

Erstmeldung, Montagmorgen:

Nach dem Fund eines herrenlosen Kajaks in Bad Reichenhall suchen Einsatzkräfte der Feuerwehr, des BRKs und der Polizei mit Hochdruck nach dem Besitzer. Möglicherweise ist ein Unfall passiert.

Gegen 7.20 Uhr erhielten die Rettungskräfte eine Meldung über das Kajak, das am Saalachsee unterhalb der Staumauer bei Bad Reichenhall gefunden worden war. Es ist beschädigt und trieb ungefähr 100 Meter unterhalb des Stauwehres.

Die Einsatzkräfte können derzeit nicht ausschließen, dass eine Person in Not geraten ist. Daher läuft aktuell ein größerer Sucheinsatz mit starken Kräften von Polizei, Feuerwehr und Wasserwacht. Auch ein Hubschrauber ist an der Suchaktion beteiligt.

Wem gehört das Kajak?

Bei dem Kajak handelt es sich um ein orange-rotes Einsitzer-Kajak der Marke Spade mit der Aufschrift „Ace of Spades“. Zeugen, die Hinweise auf den Eigentümer geben können oder andere sachdienliche Hinweise haben, sollen sich drigend bei der Polizei Bad Reichenhall unter Telefon 08651/9700 oder via Notruf 112 an das BRK wenden.