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Kaiserslautern nur Remis - Eintracht setzt sich ab

München (dpa) - Eintracht Braunschweig zieht in der 2. Bundesliga immer weiter davon. Während der Spitzenreiter aus Niedersachsen den VfL Bochum mit 3:0 (1:0) nach Hause schickte, gaben Energie Cottbus (0:1 gegen den MSV Duisburg) und der 1. FC Kaiserslautern (1:1 beim FC Ingolstadt) Punkte ab.

Remis
Albert Bunjaku (l) spielte mit Kaiserslautern in Ingolstadt, rechts Andreas Schäfer, nur Unentschieden. Foto: Armin Weigel Foto: dpa

Nach acht Spielen ohne Niederlage verlor der TSV 1860 München durch ein 0:3 bei Hertha BSC erstmals in dieser Saison. Die Berliner rückten dadurch auf Platz zwei vor und sind mit bereits fünf Zählern Rückstand erster Verfolger der Braunschweiger.

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«Wir sind noch nicht am Ende. Wir wollen noch mehr schaffen und sind auf einem sehr guten Weg», sagte Dennis Kruppke, neben Ermin Bicakcic und Orhan Ademi einer der Braunschweiger Torschützen beim siebten Saisonsieg. «Aufgrund der zweiten Halbzeit war das auch verdient. Da haben wir sehr druckvoll gespielt», analysierte Trainer Torsten Lieberknecht, der «unbedingt» das Punktekonto auf 23 hatte aufstocken wollen.

Kaiserslautern strebte am Sonntag in Ingolstadt dem vierten Sieg im vierten Auswärtsspiel entgegen. Vor 7011 Zuschauern brachte Albert Bunjaku (68. Minute) die Gäste in Führung. Doch Manuel Schäffler (79.) sicherte den nie aufsteckenden Oberbayern noch einen Punkt - Rang drei für den FCK. «Es ist bitter zu verlieren, da wir heute viele gute Möglichkeiten hatten», sagte der fünffache Saisontorschütze Bunjaku. «Jetzt müssen wir das nächste Spiel zu Hause gewinnen», forderte Mohamadou Idrissou.

Die Spieler des FC Erzgebirge Aue retteten ihrem Trainer Karsten Baumann vorerst den Arbeitsplatz. Das 3:1 (1:1) gegen Jahn Regensburg war der erste Sieg nach fünf nicht gewonnenen Spielen. Der SV Sandhausen holte sich nach drei Niederlagen durch ein 1:0 (1:0) im Aufsteigerduell gegen den VfR Aalen am Sonntag wieder einen Dreier. An diesem Montag wollen der 1. FC Köln und Dynamo Dresden einen Schritt aus dem Tabellenkeller machen.

Ein rassiges Spitzenspiel gab es am Freitag in Berlin, wo die Hertha binnen 82 Sekunden die Ungeschlagen-Serie von 1860 München knackte. Mit einem Doppelschlag brachten Adrian Ramos (55.) und Änis Ben-Hatira (57.) den Erstliga-Absteiger gegen die zuvor in acht Spielen unbezwungenen «Löwen» auf die Siegerstraße. Erneut Ben-Hatira machte das 3:0 der Berliner perfekt. «Es ist eine Momentaufnahme», bemerkte Chefcoach Jos Luhukay nach dem «besten Heimspiel». Für die Münchner Profis gab es von Trainer Reiner Maurer zum Abschluss des Oktoberfestes trotzdem zwei freie Tage.

Für Michael Frontzeck sind unterdessen die letzten freien Tage vorbei. Der 48-Jährige leitet an diesem Montag erstmals das Training beim FC St. Pauli, der gegen Union Berlin knapp einen Sieg verpasste. Vor 21 045 Besuchern im ausverkauften Millerntor-Stadion reichten die Treffer von Florian Mohr (48. Minute) und Fin Bartels (69.) bei zwei Union-Toren durch Torsten Mattuschka (21./84.) nicht. Mit lediglich sieben Punkten aus neun Spielen sei die aktuelle sportliche Lage «nicht zu verniedlichen», so der neue Chefcoach, «aber wir haben Zeit genug, sie zu korrigieren.»

In Cottbus blieb der erwünschte Kurzzeit-Effekt aus. Erst gab der FC Energie die Vertragsverlängerung mit Trainer Rudi Bommer bis 2014 bekannt, dann patzten die Lausitzer zum zweiten Mal nacheinander. Den entscheidenden Treffer der Partie markierte vor 9276 Zuschauern Goran Sukalo (20. Minute). Trotz des ersten Saison-Dreiers bleibt der MSV aber Schlusslicht. «Glückwunsch an die Mannschaft, die sich mit diesem Erfolg bei einem der Topteams der Liga für ihre harte Arbeit der vergangenen Wochen belohnt hat», sagte Trainer Kosta Runjaic.