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Kagawa überzeugt beim Debüt auch Ferguson

Kapstadt (dpa) - Der Auftrieb an Medienvertretern und Kamerateams aus seiner japanischen Heimat war fast so groß wie zu Dortmunder Zeiten.

Ex-Dortmunder
Der japanische Nationalspieler Shinji Kagawa überzeugte auch in seinem ersten Startelf-Einsatz für ManUnited. Foto: Kimimasa Mayama Foto: dpa

Shinji Kagawa wurde nach seinem Startelf-Debüt für Manchester United geradezu umlagert, dabei war der Test in Kapstadt mit dem 1:1 gegen Ajax Cape Town nicht zur vollsten Zufriedenheit ausgefallen. Gefragt nach dem größten Unterschied zwischen dem deutschen Double-Gewinner und Manchester United sagte Kagawa: «In Dortmund gibt es viele junge Fußballspieler, bei Manchester viele erfahrene.» Er hoffe, von ihrer Routine profitieren zu können.

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«Ich muss mich erst noch ins Spielsystem einfinden», bekannte der Ex-Borusse, der im Sommer zum englischen Rekordmeister gewechselt war. Damit dürfte der bescheidene Japaner im ausverkauften WM-Stadion am Kap der Guten Hoffnung aber nur die ersten zehn Minuten gemeint haben. Denn danach suchten - und fanden - die Teamkollegen ihre neue Anspielstation im offensiven Mittelfeld, über die in der Folgezeit so gut wie jeder Angriff in Richtung Ajax-Tor lief. Eine Torvorlage sprang bei allen Bemühungen jedoch nicht heraus.

Teammanager Sir Alex Ferguson war hinterher voll des Lobes für den Neuzugang. «Shinji war sehr gut. Er ist ein intelligenter Fußballer, schnell und hat immer den Kopf oben. Er weiß einfach, wann er den Pass spielen muss. Ich bin zufrieden», erklärte der Coach.

Schon beim ersten Testspiel in Südafrika Mitte der Woche in Durban (1:0 gegen AmaZulu) wollte Ferguson seinen Neueinkauf aufs Feld bringen - freilich nur für die letzte Viertelstunde. Doch mangels passender Gelegenheit verzögerte sich die Einwechslung des 23-Jährigen immer wieder, so dass Kagawa am Ende nur auf vier Minuten Matchpraxis kam.

In Kapstadt konnte der Japaner nun von Beginn an seine Künste zeigen, ehe er in der 77. Minute durch den Ex-Leverkusener Dimitar Berbatow ersetzt wurde. Dabei holte sich der 33-fache Nationalspieler den verdienten Applaus der 55 000 Zuschauer ab.