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Jungfernfahrt vom neuen Silberpfeil: »Starten auch bei null«

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Der neue W10
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Der neue Rennwagen W10 des Formel-1-Rennstalls AMG Petronas Motorsport. Foto: AMG Petronas Motorsport/MediaPortal Daimler AG Foto: dpa

Das Auto für die zehnte Mercedes-Saison seit dem Comeback als Werksteam ist da. Mit dem neuen Silberpfeil will das Formel-1-Team zum sechsten Mal nacheinander die Titel abräumen. Starpilot Lewis Hamilton kann kaum erwarten, dass es losgeht.


Silverstone (dpa) - 32 Tage vor dem Erlöschen der Roten Ampeln im Albert Park von Melbourne hat die nächste Titel-Mission von Formel-1-Serienweltmeister Mercedes Fahrt aufgenommen.

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Das deutsche Werksteam, das in diesem Jahr zum sechsten Mal nacheinander Fahrer- und Konstrukteurschampion werden will, absolvierte am 13. Februar die Jungfernfahrt mit dem neuen Wagen.

Zuerst durfte der Finne Valtteri Bottas (29) ans Steuer des Silberpfeils, ehe Fünffach-Champion und Titelverteidiger Lewis Hamilton aus Großbritannien den Wagen mit der technischen Bezeichnung W10 - die zehn steht für das zehnte Modell seit der Rückkehr des deutschen Werksteams zur Saison 2010 - übernahm.

»Ein neues Auto zu fahren ist wie jemanden zum ersten Mal kennenzulernen - du möchtest so schnell wie möglich alles darüber erfahren, bevor ihr euch auf die gemeinsame Reise begebt«, meinte der 34 Jahre alte Brite.

Hamilton startet in seine siebte Saison bei Mercedes, Bottas in seine dritte, nachdem er zur Meisterschaft 2017 den damals zurückgetretenen Weltmeister von 2016, Nico Rosberg, ersetzt hatte. Der Herrschaft der Silberpfeile hatte der Personalwechsel keinen Abbruch getan.

Seit 2014 und der Wiedereinführung der Turbotriebwerke dominiert Mercedes die Formel 1 wie es bislang nur Ferrari Anfang der 2000er mit Rekordweltmeister Michael Schumacher gelungen war. Die Silbernen feierten einschließlich 2014 insgesamt 74 Rennsiege in fünf Jahren. Dazu die fünf Fahrer- und die fünf Teamtitel.

»Fünf Doppel-Meisterschaften sind weit mehr, als wir jemals gedacht hätten«, meinte Teamchef Toto Wolff. Wie vor jeder neuen Saison wies der Österreicher aber auch wieder nachdrücklich daraufhin, dass sein Team trotz der Erfolg wieder bei null beginne.

»Deshalb dürfen wir nichts als selbstverständlich ansehen und es gibt absolut keinen Grund dafür, automatisch anzunehmen, dass wir erneut vorne liegen werden«, betonte Wolff. Durch die Regeländerungen habe jedes Team eine Chance auf den Titel »und wir sehen jeden als einen möglichen Konkurrenten an«, sagte er.

Am Auffälligsten schlagen sich die Regeländerungen wie bei den anderen neuen Autos in der Frontpartie des W10 nieder: Der Frontflügel ist breiter geworden.

Das wird auch für den neuen Red Bull gelten, der ebenfalls am Mittwoch vorgestellt werden sollte, sowie den neuen Ferrari von Vierfach-Weltmeister und Top-Herausforderer Sebastian Vettel. Der neue Dienstwagen des 31 Jahre alten gebürtigen Heppenheimers soll am 15. Februar präsentiert werden. Am 18. des Monats starten dann bei Barcelona die offiziellen Testfahrten, die Saison wird am 17. März in Australien eröffnet.

Präsentationstermine auf Formel-1-Homepage

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