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Junge Künstler »in the Mood«

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Berchtesgaden: Junge Künstler »in the Mood«
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Musikschulleiter David Gruber und erster Vorsitzender Erhard Moldan waren stolz auf ihre Schüler.
Berchtesgaden
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Konzentriert: junge Klarinettistinnen mit Blick auf das Notenblatt. (Fotos: Tessnow)

Berchtesgaden – Zahlreiche Musikschüler und Lehrkräfte stellten ihr künstlerisches Vermögen am Freitagabend in der Aula des Gymnasiums vor. Um die 70 junge Musiktalente veranschaulichten rund 100 Zuhörern, was sie auf dem Kasten haben.


Das ist zur Sommerzeit nicht immer so selbstverständlich, da im Juli viele etwas anderes vorhaben. Das sagten zumindest Musikschulleiter David Gruber und erster Vorsitzender Erhard Moldan in ihrer Eröffnungsansprache. Um so größer war die Begeisterung über die große Teilnahme aller, die den Stellenwert der Musikschulen und des Vortragsabends unterstrich.

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Das Kollegium der Musikschulen Berchtesgaden, Schönau am Königssee, Ramsau und Marktschellenberg hatte das Abendprogramm für jeden Zuhörergeschmack zusammengestellt. Im Verbund mit ihren Musikschülern konnte erneut ein umfassender Querschnitt aus vielen Genres geboten werden. Mit Blasorchester, Blockflöten-, Trompeten- und Gitarrenensemble, Marschtrommel-Trio, Klarinettenchor und Solisteneinlagen, Kinder- und Modern-Dance-Gruppen, Ziach-Duo, Harfe und Blockflöten, Klavier-Vibrafon-Duo, Geige und Schlagzeugsolo wurde die große Musikantenvielfalt bestätigt. Das Repertoire reichte vom Boarischen über Volksweisen, Märsche, Polka oder Walzer, Funk und Swing bis hin zur Klassik. Ein Ansporn für Musikschüler beziehungsweise Weiterentwicklungsperspektiven demonstrierte Simon Hanke mit Claude Debussys »Doctor Gradus ad Parnassum« am Klavier. Etwas Bühnendekoration hätte die Auftritte noch besser in Szene setzen können. Oder wie wäre es mal mit etwas Licht oder gar Spots während eines Vortrages? Das war aber gar nicht nötig. Dafür gab es ja das Lampenfieber. Das Auge hört bekanntlich auch mit – oder? Die Kleinen fanden dennoch den Weg über die Bretter, die vielleicht später einmal die Welt bedeuten könnten. Aber gerade das verleiht einem schulischen Live-Auftritt den authentischen Charme. Denn wenn noch nicht einmal Pop-Ikone Madonna mit ihren 100 Hampelmännern eine professionelle Show sangessicher hinbekommt und vor 300 Millionen TV-Zuschauern nicht die Herzen erwärmen kann, ja dann ... Da darf das Playback beim Auftritt der Musikschüler auch ruhig mal vom CD-Player hinter einer Aula-Pflanze von vorne beginnen. Die kleinen Künstler haben sich dennoch nicht irritieren lassen und meisterten ihre Auftritte. Applause rauschten.

Zum Abschluss gab es noch einen kollektiven Gruß seitens David Gruber und Barbara Ma an Sekretariat und Verwaltung in Person von Veronika Krämer. »Die liebe gute Seele kann alles, nur nicht bairisch«, scherzte die Musikschulleitung und überreichte ihr einen Blumenstrauß. Zu essen und trinken gab es natürlich auch etwas. Die Verköstigung der Gäste beim Konzert organisierte wie gewohnt der Elternbeirat. Jörg Tessnow

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