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Juli brachte viele Gewitter und war »durchwachsen«

Der gestern zu Ende gegangene Monat Juli lag bei den Werten Sonnenschein, Regen, Gewitter und Temperaturen über dem Durchschnitt seit 1974. Wegen der vielen Tage mit Regen und Gewittern wurden die Spitzenwerte der letzten Jahre nicht erreicht.

An 27 Tagen schien die Sonne. Das liegt minimal über dem Durchschnitt von 26 Tagen seit 1974. Es gab jedoch nur einen Tag, an dem der Sonnenschein nicht von Wolken und Regen unterbrochen wurde. Am sonnigsten im Juli war es in den Jahren 1985 und 1988. Damals schien die Sonne jeden Tag, dagegen zeigte sich die Sonne 2005 nur an elf Tagen.

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Mit 25 gab es auch mehr Regentage als im Durchschnitt, der bei 18 Tagen liegt. Die meisten Regentage gab es mit 28 in den Jahren 1993 und 1998. Die wenigsten Niederschlagstage 1983 mit nur 7. Die Regenmenge, die seit 1993 aufgezeichnet ist, lag mit 147 Liter unter dem Durchschnitt. Im Juli 2006 waren es nur 35 Liter an elf Tagen, 1997 dagegen 351 Liter an 25 Tagen.

Der Durchschnitt von fünf Tagen mit Gewitter wurde heuer mit elf Tagen erheblich überschritten. Das ist auch ein neuer Spitzenwert. 1981 gab es nur einmal ein Gewitter über Traunstein. Die Nachttemperaturen sanken nur einmal unter 10 Grad, der Durchschnitt liegt hier bei siebenmal. Allerdings gab es diesen Juli nachts nie Temperaturen über 20 Grad. Die Tagestemperaturen stiegen an 28 Tagen über 20 Grad, davon 14 Tage mit Sommertemperaturen über 25 Grad.

Dieser Juli erreichte eine Durchschnittstemperatur von 19,5 Grad und damit um 1,6 Grad mehr als im Durchschnitt. Er lag jedoch unter dem Spitzenwert von 22 Grad im Juli 2006. Der kälteste Juli war 1980 mit nur 15 Grad. Der wärmste Julitag am 27. erreichte 31,6 Grad an der Station der Familie Huber am Traundamm in Traunstein. Das liegt jedoch unter dem Höchstwert von 34,8 Grad am 23. Juli 2009. In der Nacht sank die Temperatur heuer am 23. auf 7,5 Grad ab, doch auch hier gab es am 23. Juli 1980 mit nur 2 Grad einen niedrigeren Wert.

Wenn man nun nochmal zurückdenkt zum Siebenschläfer Ende Juni: Damals war das Wetter durchwachsen, nun, sechs Wochen später, kann man bestätigen, dass 2012 diese Wetterregel zugetroffen hat. Aber die Vorhersagen zu den »Hundstagen« – diese begannen am 23. Juli und gelten als die heißeste Jahreszeit – treffen so dieses Jahr nicht zu. Es ist zwar warm, aber nur zweimal erreichte das Thermometer die 30-Grad-Marke, also so »unerträglich« heiß war es nicht. hm