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Jubiläumseselrennen in Holzhausen

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Mit der Nummer 12 ging »Rosalie« mit Simon Öllinger und Sebastian Brüderl beim 20. Eselrennen in Holzhausen als Erste ins Ziel. (Foto: Huber)

Teisendorf – Die Pfingstwoche in Holzhausen ist ein Eldorado für alle Pferdefreunde. Aber nicht nur die großen Rösser haben hier beim Leonhardiritt (wir berichteten) ihren Auftritt, auch die Esel gehören mit zu den Akteuren. So war der Pfingstsonntag zum 20. Mal den »Grauröcken«, den Eseln gewidmet.


Es war ein internationales Rennen, da auch Teilnehmer aus dem österreichischen Hochburg-Ach bei Burghausen angereist waren. Zum Jubiläumsrennen stellten sich zwölf Eselinnen und Esel der Konkurrenz. Das ausgesprochen schöne Wetter trug sicher auch dazu bei, dass sich die vielen Zuschauer dieses Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Aber auch den Eseln und ihren Führern und Treibern machte das Rennen sichtlich Spaß.

Nach der offiziellen Begrüßung durch Hans Grabner und Alois Zillner von der Bierzeltgemeinschaft Holzhausen wurden alle Esel in einer Sonderrunde vorgeführt und deren Vorlieben von Hans Schifflechner aus Kammer, dem langjährigen Sprecher dieser Veranstaltung, in seiner bekannt humorigen Art vorgestellt. Auch während des Rennens hielt er die Zuschauer immer wieder auf dem Laufenden.

Schifflechner bedankte sich beim langjährigen Organisator Erwin Elfinger, der gemeinsam mit seiner Frau Gerlinde und dem Esel-Racing-Team Rückstetten diese Veranstaltung heuer bereits zum 20. Mal aufgezogen hat. Zu Gast war Sabine Deingruber, Regionalsprecherin für Bayern Süd-Ost des JGEM-Deutschland, die eigens zum Jubiläumsrennen gekommen war.

In drei Startgruppen gingen jeweils vier Esel mit ihren Führern und Treibern in die Vorläufe, wobei jeweils der letzte Esel ausschied und in den Trostlauf kam. In der zweiten Runde liefen nochmals jeweils drei Esel, auch hier kam der letzte in den Trostlauf. In den Endlauf aus der Trostrunde schaffte es schließlich »Moritz« mit Martin und Veronika Brandner von den »Wonneberger Hochgeschwindigkeitshuftieren«.

Als Zwischenprogramm vor dem Finallauf hatte sich Erwin Elfinger noch ein besonderes Schmankerl ausgedacht. Es konnten sich zehn Paare melden, wobei der Mann seine Angebetete gut 30 Meter auf dem Rücken tragen musste. Sebastian Brüderl trug Isabell Öllinger am schnellsten über den Parcours, gefolgt von Kevin Glöckel mit Jasmin Breus und Jule Frank mit Nadja Schmukjevski.

Schließlich stand die Endrunde mit sieben Eseln an, die alle zugleich starteten: »Sancho« mit Alex Obis und Michael Schmuck vom Maschinenputz Pichler, »Moritz« mit Martin und Veronika Brandner von den »Wonneberger Hochgeschwindigkeitshuftieren«, »Mora« mit Nadja Schmuljevski und Matthias Brandner von den »Wonneberger Rasen Rasern«, »Rosalie« mit Simon Öllinger und Sebastian Brüderl vom »Berner Racingteam 1« aus Tengling, »Frida« mit Isabel und Nina Öllinger vom »Berner Racing Team 2«, und »Oscar« mit Christoph Jungermann und Augustin Koch vom »Gansbauerteam Hochburg-Ach«.

Beim Endlauf musste die 100 Meter lange Rennstrecke zweimal durchlaufen werden, während bei den Vorläufen nur eine Runde zu bewältigen war. Im Treiben durfte weder mit der Hand geschlagen, noch eine Peitsche verwendet werden, erlaubt war nur gutes Zureden, Führen am Strick und wenn notwendig, auch mal anschieben, was aber bei den meisten Eseln sowieso nicht notwendig war, weil sie selbst viel Freude an dem Spektakel hatten.

Das Rennen gewann schließlich Eselin »Rosalie« mit Simon Öllinger und Sebastian Brüderl vor »Sancho« mit Alex Obris als Führer und Michael Schmuck als Treiber. Auf Platz drei folgte »Moritz« mit Martin Brandner und Veronika Brandner von den »Wonneberger Hochgeschwindigkeitshuftieren«. wh