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Josef Huber gewinnt Pinzgau-Trophy

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Freude bei Sepp Huber: Der Bischofswieser holte sich die Gesamtwertung der Pinzgau Trophy. (Foto: privat)

Bramberg – Die Berchtesgadener Skibergsteiger bewiesen am Wochenende am Wildkogel bei Bramberg wieder ihre Extraklasse. Der Bischofswieser Sepp Huber sicherte sich beim letzten von insgesamt fünf Rennen den Gesamtsieg der Pinzgau-Trophy knapp vor seinem ärgsten Konkurrenten Martin Schider. Den Sieg in den Kitzbüheler Alpen holte sich allerdings der Bischofswieser »Konditionsbolzen« Stefan Knopf.


Die Pinzgau-Trophy, ein Skitouren-Cup, bestehend aus fünf Rennen, bei dem die besten vier Resultate für die Gesamtwertung zählen, startete mit dem Heutalkaiser in Unken am 22. Januar. Mit seinem 2. Gesamtplatz hinter dem Weltklasseathleten Toni Palzer aus Ramsau legte Huber den Grundstein für den begehrten Gesamtsieg. Weiter ging es am 7. Februar in Leogang mit dem Asitz Vertical Race, das Huber mit dem 4. Gesamtplatz beendete.

Bei seinem Heimrennen, dem Götschenfuchs, überzeugte Josef Huber mit einem hervorragenden 3. Platz, wiederum hinter Palzer und Tom Trainer. Spätestens nach diesem Ergebnis war zu erwarten, dass der Bischofswieser ein heißer Anwärter auf den Gesamtsieg sein kann.

Die lange Rennsaison verlangt von den Athleten viel Kraft, Ausdauer, Ehrgeiz und Motivation. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Regeneration zwischen den Rennen, was nicht immer ganz einfach ist. Der »Huaba Sepperl« bekam das auch beim Rennen am 6. März in Saalbach-Hinterglemm zu spüren. Beim extrem steilen Aufstieg zum Westgipfel über 1 000 Höhenmeter mit einer Durchschnittssteigung von 32 Prozent war das Vorbereitungstraining zu hart und somit die Regenerationszeit zu kurz. Platz 11 bei diesem Rennen machte die Gesamtwertung wieder spannend, zumal Hubers ärgster Konkurrent Martin Schider hinter dem extrem starken Bischofswieser Stefan Knopf Platz 2 erreichte und somit voll punkten konnte.

Das letzte Rennen am Samstag in Bramberg am Fuße des Gerlospasses zum Wildkogel musste die Entscheidung bringen. Gut vorbereitet und mit dem festen Willen, den Gesamtsieg mit nach Hause zu bringen, ging Huber an den Start.

Zusammen mit dem wiederum sehr starken Stefan Knopf reihte sich Huber in der Spitzengruppe ein und es sollte sein Tag werden. Mit dem 3. Platz sicherte er sich endgültig den Gesamtsieg der Pinzgau-Trophy. Großartiger Sieger des Rennens wurde jedoch Stefan Knopf von der DAV-Sektion Berchtesgaden, der damit schon das zweite Rennen in Folge erfolgreich gestaltete. In der Gesamtwertung hatte Knopf jedoch keine Chance, weil er beim Heutalkaiser und beim Asitzrennen nicht dabei war. Cornelius Unger war nach überstandener Krankheit nicht im Vollbesitz seiner Kräfte und unternahm eine gemütlichere Tour.

Für eine große Überraschung sorgte der Berchtesgadener Felix Kastner, der in seiner ersten Wettkampfsaison immer besser in Schwung kam und mit Topplatzierungen überzeugte. Mit Platz 6 bei der Trophy ist noch einiges von ihm zu erwarten. Markus Hölzl reihte sich auf Platz 11 und Sebastian Zauner auf Platz 12 ein. Stefan Knopf, der nur bei drei Rennen am Start war, belegte Platz 24.

Die Ergebnisse

Herren bis 24: 1. Stefan Knopf (DAV Sektion Berchtesgaden) 55:51, 5. Cornelius Unger (DAV Sektion Berchtesgaden) 1:06:01.

Herren 25 bis 34: 1. Sepp Huber (Martini Speed Team/Martin's Bike Shop) 56:31, 6. Felix Kastner (FC Ramsau) 1:01:09, 7. Sebastian Lechner (DAV Sektion Traunstein) 1:02:25.

Herren 35 bis 49: 1. Ingemar Wibmer (Matrei in Osttirol) 56:21, 2. Martin Schider (Martini Speed Team/Martin's Bike Shop) 57:06, 8. Sebastian Zauner (DAV Sektion Berchtesgaden) 1:02:19.

Gesamtwertung 10. Pinzgau Trophy: 1. Josef Huber (Martini Speed Team/Martin's Bike Shop) 787 Punkte, 2. Martin Schider (Martini Speed Team/Martin's Bike Shop) 786, 3. Stefan Steiner (ESV Uttendorf) 780, 6. Felix Kastner (FC Ramsau) 743, 8. Sebastian Lechner (DAV Sektion Traunstein) 719, 11. Markus Hölzl (Martini Speed Team) 707, 12. Sebastian Zauner (DAV Sektion Berchtesgaden) 700. H.St./cw