weather-image
15°

Jahresbilanz mit schwarzer Null

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Beiratsvorsitzender Martin Willeitner (l.), Hirscheck-Wirt Franz Kurz (M.) und Geschäftsführer Christian Riel testen schon einmal die neuen Schlitten. Foto: Anzeiger/Wechslinger

Ramsau – Bei der zehnten Gesellschafterversammlung der Hochschwarzeck Bergbahn GmbH und Co. Beteiligungs-KG im Gasthof »Oberwirt« standen eine Saisonanalyse und Verbesserungsmöglichkeiten für die nächste Zeit im Fokus. Dabei wurde eindeutig festgestellt, dass ein rentierlicher Betrieb der Rodelbahn nurmehr möglich sein kann, wenn Schneedepots mit Maschinen geschaffen werden. Derzeit sei man dafür in der Planungs- und Genehmigungsphase, erklärte Geschäftsführer Christian Riel der interessierten Zuhörerschaft aus Kommanditisten und vornehmlich Ramsauer Bürgerinnen und Bürgern.


Zu Beginn seines Vortrages bat Beiratvorsitzender Martin Willeitner zum Gedenken der verstorbenen Kommanditisten Bernhard Maltan (Kaltbach Bern) und Johann Datzmann (Brunner Hans). Viele der Besucher kamen gerade von einem Rosenkranz für den Altbürgermeister, dessen großartige Verdienste Willeitner der Versammlung ins Gedächtnis rief. So sei vor zehn Jahren eine Handvoll Ramsauer der Auffassung gewesen, dass es notwendig und sinnvoll sei, den Bestand des Skibetriebes am Hochschwarzeck zu sichern. Da eine Übernahme des Betriebes durch die Gemeinde nicht möglich war, entschloss man sich, auf Anraten des Notars Dr. Hermann Amann, die Hochschwarzeck Bergbahn GmbH Beteiligungs-KG (HSB) zu gründen. Hierbei war es zunächst einmal nötig, eine Person zu finden, die als Treuhänder auftrat. Nach kurzer Bedenkzeit erklärte sich der damalige Bürgermeister Johann Datzmann bereit, die Verantwortung zu übernehmen. Mit seiner Zusage erklärte sich Datzmann bereit, das komplette Unternehmen auf seinen Namen zu kaufen und dieses zunächst auch zu betreiben. Datzmann fungierte vom November 2003 bis Februar 2004 auch als Geschäftsführer.

Die Hochschwarzeck Bergbahn GmbH Beteiligungs-KG habe von den Gesellschaftern vor zehn Jahren 150 000 Euro erhalten und hiervon 50 000 Euro für den Kauf der HSB verwendet, sagte Willeitner. Mit den weiteren 100 000 Euro habe man seit zehn Jahren den Betrieb der Anlagen sichergestellt und zahlreiche Investitionen getätigt. Dass diese 100 000 Euro als Barliquidität auf dem Konto lägen, beweise, wie verantwortungsvoll und wirtschaftlich die maßgebenden Personen arbeiten, stellte Willeitner fest und lobte dabei die engsten Mitarbeiter: Geschäftsführer Christian Riel, Gottfried Helminger und Herbert Gschoßmann.

Der Verlust von rund 572 Euro im Jahresabschluss ist darauf zurückzuführen, dass die Verzinsung der Gesellschaftereinlagen dem aktuellen Zinsniveau von einem Prozent angepasst werden musste, klärte Willeitner auf. Die Gesellschafter stimmten dafür, die geringe Summe aus dem Kapitalkonto II auszugleichen.

Aus den Ausführungen des Beiratvorsitzenden ging auch hervor, dass der letzte Winter ein sehr schwieriger war und der Skibetrieb ohne Maschinenschnee nahezu ganz ausgefallen sei. Es habe sich ganz deutlich gezeigt, dass die Rodelbahn für den Erhalt des Betriebes unverzichtbar sei. Für die Zukunft gelte es, Schneesicherheit für die Rodelbahn zu gewährleisten. Dabei denke man an eine Depotbeschneiung in Tallage und Ausbringung des Schnees bei Bedarf an kritischen Stellen.

Geschäftsführer Christian Riel macht es stolz, das Unternehmen trotz diverser Schneeprobleme gesund zu erhalten. In seiner bekannt engagierten Art ging der Geschäftsführer auf die Aktivitäten am Hochschwarzeck ein und machte deutlich, wie wichtig auch eine stets laufende Rodelbahn für die gesamte Anlage sei. Nur eine zusätzliche Maschinenschneebeschneiung mit Schneedepots sichere einen durchgängigen Rodelbetrieb, so Riel, der von der Anschaffung von 150 geeigneten Schlitten für den Verleih sprach.

Skischulbetreiberin Margret Aschauer bat, auch an die skifahrenden Kinder zu denken und ihnen einen kleinen »Fun-Park« zu errichten. Christian Wechslinger