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Nominierungen im Januar 2018

Iran schickt Film einer Frau ins Oscar-Rennen

Oscar
Alle wollen einen Oscar. Foto: Kamil Krzaczynski Foto: dpa

Vier Streifen standen zur Auswahl. Die im Iran zuständige Cinema-Stiftung Farabi hat sich nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA für den Antikriegsfilm «Nafas» (Der Atem) der Regisseurin Narges Abyar entschieden.


Teheran/Los Angeles (dpa) – Der Iran schickt den Film einer Frau ins Oscar-Rennen. Das islamische Land reichte bei der Oscar-Akademie in Los Angeles den Film «Nafas» (Der Atem) der Regisseurin Narges Abyar als Vorschlag für die Kategorie «Bester fremdsprachiger Film» ein.

Die im Iran für die Auswahl zuständige Cinema-Stiftung Farabi entschied sich nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA am Dienstag zwischen vier Filmen für diesen Anti-Kriegsfilm. 

Der Film «Nafas» handelt vom Leben der kleinen Bahar Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre in einer iranischen Provinzstadt. Die Regisseurin Abyar schildert, wie Bahar versucht, in ihrer eigenen Fantasiewelt die islamische Revolution und den Krieg gegen das Nachbarland Irak zu verarbeiten. Die 46-jährige Abyar hatte 2012 schon einen Achtungserfolg mit ihrem Debütfilm «Schützengraben 143», der ebenfalls wie «Nafas» ein Antikriegsfilm war. 

Der Iran hat in der Oscar-Kategorie für den besten ausländischen Film bereits zweimal gewonnen. Beide Male gewann der Regisseur Asghar Farhadi: 2012 mit dem Film «Nader und Simin - Eine Trennung» und 2016 mit «Salesman».

Deutschland hatte im August den NSU-Film «Aus dem Nichts» von Fatih Akin für den Auslands-Oscar 2018 ins Rennen geschickt.

Die international eingereichten Kandidaten sind nicht schon automatisch für den Oscar nominiert. Über die fünf Nominierungen in der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Film entscheidet die Academy in Hollywood. Die nominierten Filme sollen am 23. Januar 2018 bekannt gegeben werden. Die 90. Verleihung des wichtigsten Filmpreises der Welt findet am 4. März 2018 in Hollywood statt.

Nachrichtenagentur ISNA, Persisch