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Iran: Leben in der Erdbebenzone

Berlin (dpa) - Der Iran gehört zu einer der geologisch unruhigsten Erdbebenzonen der Welt. Die Erdkruste besteht aus rund 20 größeren Platten, die auf dem zähflüssigen Material des Erdmantels «schwimmen».

Infolge dieser Bewegungen der Platten kommt es nicht nur zu Erdbeben oder Vulkanausbrüchen, die Verformung der Erdkruste führt auch zur Bildung von Faltengebirgen.

In Südwestasien schiebt die Arabische die Iranische Platte mit einer Geschwindigkeit von etwa drei Zentimetern im Jahr gegen die Eurasische Platte. Über Jahre hinweg werden so Spannungen aufgebaut, die sich in Erbeben entladen. Im Iran werden die Platten nicht untereinander geschoben, wie zum Beispiel oft bei den Erdbewegungen rund um den Pazifik, sondern sie prallen frontal aufeinander. Deswegen handelt es sich bei den meisten Erdstößen in Südwestasien oft um besonders schwere Kompressionsbeben.

Im Iran ereignen sich die meisten Erdbeben am Südwestrand des erdgeschichtlich jungen Sagrosgebirges von der Grenze zum Irak bis zum Persischen Golf. Besonders gefährdet sind auch die Elburs-Berge an der Südküste des Kaspischen Meeres sowie ein Landstreifen, der sich von der Meerenge von Hormus nordwärts in die gebirgige Region rund um die Städte Bam und Kerman erstreckt.

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