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Interkulturelle »Heart Beat Music« vom Feinsten

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Für ein Klangerlebnis der besonderen Art sorgte die bayerisch-syrische Band »Purpleblue Hilal« um die großartigen Musiker und Sänger Patricia Burkhart (von links), Hassan Al Assadi und Wolfgang Prechter bei ihrem Schlosskonzert in Grabenstätt. (Foto: Müller)

Ein noch lange in Erinnerung bleibendes Frühjahrskonzert mit interkultureller »Heart Beat Music« gab die bayerisch-syrische Band »Purpleblue Hilal« in der Grabenstätter Schlosshalle.


Die großartigen Musiker und Sänger Hassan Al Assadi (ursprünglich) aus Damaskus, Patricia Burkhart aus Grabenstätt und Wolfgang Prechter aus Prien sorgten im ersten Programmteil für ein außergewöhnliches Musik- und Klangerlebnis mit arabisch-orientalischen Melodien, indischen Sounds und Vocals sowie instrumentalen Eigenkompositionen. Zum Mitsingen, Loslassen und Träumen luden die traditionellen indischen Bhajans »Gayatri Mantra« und »Devi Bhavani Ma« sowie das Lied für die tibetische Tara »Om Tare, Tuttare, Ture Soha« ein.

Die einzigartige Mischung aus Gitarren, Klavier, Bansuri und Gesang sowie ausgewählte Texte von Dichtern und Denkern führten wie ein goldener Faden durch das Konzert. Einen Ausschnitt aus dem literarisch-spirituellen Text »Der Prophet« von Khalil Gibran verlasen Burkhart und Al Assadi abwechselnd in ihren Muttersprachen Deutsch und Arabisch. Nach der nachdenklichen Purpleblue Hilal-Komposition »Magic Desert Night« ging es in die Pause, in der sich die zahlreichen Besucher eine Überraschung mitnehmen konnten. Mit mitreißenden spanischen Flamenco-Rhythmen leitete Ausnahme-Gitarrist Al Assadi den zweiten, moderneren Konzertteil ein. Seine Finger flogen dabei mit atemberaubender Geschwindigkeit über die Saiten und versetzten diese und die Zuhörer gleichermaßen in Ekstase. Bravo-Rufe und lauter Applaus waren der verdiente Lohn.

Ganz große Gefühle gab es dann bei zwei bekannten englischen Songs, die Burkhart und Al Assadi im Duett sangen. Den Hit »Titanium seiner Lieblingssängerin Sia gab Al Assadi alleine zum Besten. Den passenden Abschluss bildete das »Hallelujah« von Leonard Cohen, den die drei Hauptdarsteller mit den Besuchern anstimmten – ein Genuss für die Ohren, der noch lange nachklingen sollte. Markus Müller