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»Insula« schafft weitere Kita-Plätze

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Im Bischofswieser »Haus für Kinder« ist künftig lediglich eine Kindergartengruppe in eine Krippengruppe umzuwandeln. (Foto: Gemeinde)

Bischofswiesen – Vor allem die »Insula« wird mit geplanten Baumaßnahmen für die in den nächsten Jahren in Bischofswiesen notwendig werdenden zusätzlichen Plätze für die Kinderbetreuung sorgen. Das wurde am Dienstag im Gemeinderat Bischofswiesen deutlich. Dort erfuhr man, dass in der Gemeinde bis zum Jahr 2024 für die Kinderkrippe voraussichtlich ein Bedarf von 56 Plätzen (bislang vorhanden: 42) und im Bereich des Kindergartens ein Bedarf von 220 Plätzen (bisher 181) entstehen wird.


Die Sozialraumanalyse der Firma Demosplan hat laut Geschäftsleiter Rupert Walch den zusätzlichen Bedarf bis zum Jahr 2024 ergeben. Im Krippenbereich sind aktuell im Winkler »Haus für Kinder« zwölf Plätze und in der »Insula« 30 Plätze vorhanden. Künftig werden bei einem Bedarf von 56 Plätzen fünf Krippengruppen notwendig. Drei davon mit insgesamt 36 Plätzen sollen in der »Insula« angeboten werden, zwei Krippengruppen mit insgesamt 24 Plätzen wird es im »Haus für Kinder« geben. Mit den dann zur Verfügung stehenden 60 Krippenplätzen hat man auch vier Reserveplätze geschaffen.

Im Kindergartenbereich stehen aktuell 66 Plätze im Waldkindergarten, 40 Plätze im »Haus für Kinder« und 84 Plätze in der »Insula« zur Verfügung. Bei einem Bedarf von 220 Plätzen ergeben sich insgesamt neun Kindergartengruppen, doch schaffen wird man Platz für zehn. Die sollen so aufgeteilt werden: Die »Insula« bietet sechs Kindergartengruppen für insgesamt 150 Kinder an, der Waldkindergarten zwei Kindergartengruppen für insgesamt 44 Kinder und das »Haus für Kinder« zwei Kindergartengruppen für insgesamt 40 Kinder. Mit den dann 234 zur Verfügung stehenden Kindergartenplätzen hat man 14 Kindergartenplätze in Reserve.

Vor allem im Bereich der »Insula« sind größere Baumaßnahmen erforderlich, um das Angebot an Kita-Plätzen entsprechend zu erweitern. Heike Winkler, Leiterin der Zentralverwaltung im Diakoniewerk Hohenbrunn, erklärte, dass ein Neubau an der Stelle des bereits abgerissenen alten Kindergartens geplant sei. Hier sollen insgesamt sechs Gruppenräume für die Krippengruppen und die Kindergartengruppen entstehen.

Im »Haus für Kinder« ist eine der Gruppen von einer bisherigen Kindergartengruppe in eine Krippengruppe umzuwandeln. Dafür ist voraussichtlich nur eine Anpassung der Sanitäreinrichtungen erforderlich. Im Waldkindergarten wird eine Gruppe wegfallen, bauliche Maßnahmen sind hier nicht erforderlich.

»Das Thema hat uns überrollt«, räumte Bürgermeister Thomas Weber ein. Das sah auch Hans Metzenleitner (SPD) so. Die Planungen aufgrund der Prognosen aus dem Jahr 2013 seien auf Kante genäht gewesen. Jetzt müsse man sich der neuen Situation stellen, zumal die Förderung in Höhe von über 80 Prozent für Baumaßnahmen aktuell auch sehr gut sei. Geschäftsleiter Rupert Walch ergänzte, dass der Grund für den gestiegenen Bedarf an Kita-Plätzen in den steigenden Geburtenzahlen liege.

Der Gemeinderat Bischofswiesen beauftragte die Verwaltung einstimmig, mit der »Insula« Verhandlungen wegen der Errichtung der zusätzlich erforderlichen Krippen- und Kindergartengruppen aufzunehmen. Ulli Kastner