In Teisendorf wird weiter viel gebaut

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Einen rund 150 Quadratmeter großen Anbau als Speisesaal plant das Hotel Gut Edermann an der Ostseite. Dem stimmte der Bauausschuss einstimmig zu. (Foto: Konnert)

Teisendorf – Der Bauausschuss Teisendorf erklärte sich in seiner jüngsten Sitzung einverstanden mit zwei Neubauvorhaben und mehreren Umbauten von Wohnhäusern und Betrieben am Ort. Zudem wurden leichte Änderungen am Bebauungsplan Waschau II beschlossen. Sie betreffen die Lage und Ausrichtung von Garage und Wohnhaus auf allen drei Bauplätzen und die Festsetzung der Höhenlage der Gebäude.


Zum Bau eines Einfamilienhauses in Mehring musste der Ausschuss prüfen, ob sich das Gebäude ins Ortsbild einfügt. Es ging um die Zulässigkeit eines Walmdachs und die Lage und Ausrichtung des Gebäudes auf dem teilweise bebauten Grundstück. Theo Steinbacher erklärte, dass die Dachform für die Prüfung nicht relevant sei. Die Lage der Doppelgarage sei zulässig, nur bei der Lage des Hauses sei der geplante Abstand zum Stall mit 30 Meter laut Bayerischer Bauordnung zu gering. Dies sei aber Sache des Baugenehmigungsverfahrens und nicht der Herstellung des gemeindlichen Einvernehmens, gegen das keine Einwände vorlagen.

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Walmdächer würden künftig öfter kommen, auch wenn sie noch etwas ungewohnt seien, meinte Peter Schuhbeck (FWG). Alle Ausschussmitglieder betonten, dass eine Verdichtung auf bebauten Flächen oder Schaffung von Wohnraum durch Umbau sehr zu begrüßen sei, um den Flächenverbrauch zu stoppen. Bei ihrer Zustimmung zu diesem und den weiter diskutierten Vorhaben sei dies ein wichtiges Entscheidungskriterium gewesen.

So auch bei dem Antrag für ein Einfamilienhaus in Teisendorf. Hier entstünde aufgrund des schmalen Zuschnitts des Grundstücks ein Gebäude, das fast doppelt so lang wie breit ist. Die umliegenden Grundstücke sind weniger massiv bebaut. Die Abstandsflächen sind maximal ausgenützt, aber eingehalten.

Ob das Maß der baulichen Nutzung – bestimmt unter anderem durch Faktoren wie Grundflächenzahl, Geschossflächenzahl (GFZ), Zahl der Vollgeschosse, maximale Zahl der Wohnungen und Höhe eingehalten wird, wird erst im Genehmigungsverfahren festgestellt. Unter dem Vorbehalt eines positiven Ergebnisses dieser Prüfung stellte der Bauausschuss das gemeindliche Einvernehmen einstimmig her.

In Patting möchte ein Hauseigentümer sein Haus erweitern. Durch Anhebung des Dachstuhls, Einbau eines Quergiebels und Anbau eines Wintergartens sowie einer Außentreppe wird viel neuer Wohnraum geschaffen. Er begrüße das sehr, so Alois Stadler (CSU), weil kein zusätzlicher Quadratmeter Grund verbraucht werde. Dem schlossen sich auch zweiter Bürgermeister Norbert Schader (FWG) und Markus Putzhammer (CSU) an, der vor allem den zweiten Eingang positiv sah. In Schnelling soll neuer Wohnraum durch die Umnutzung einer Garage entstehen. Als Ersatz soll eine neue Doppelgarage entstehen. Beiden Vorhaben wurde zugestimmt.

Das Hotel Gut Edermann braucht dringend zusätzliche Plätze im Speisesaal. Ein 150 Quadratmeter großer Anbau an der Ostseite soll Abhilfe schaffen. Laut Bauamtsleiter Theo Steinbacher ist der Anbau zulässig. Alois Stadler (CSU) sah das Vorhaben positiv für die Auslastung des Hotels. Man müsse froh sein, solche Betriebe zu haben und sie fördern, meinte auch Peter Schuhbeck (FWG). Die Zustimmung fiel einstimmig.

Durch den Umbau und die Sanierung einer Maschinenhalle in Ufering-Linden soll eine Werkstätte, ein Hackschnitzellager und ein Heizraum entstehen. Auch hier stimmte der Ausschuss einstimmig zu. Einverständnis bestand auch mit der Überschreitung der Baugrenze im Norden des Gebäudes, die aufgrund der Anlage eines überdachten Lagerplatz für Scheitholz eintritt.

Auf dem Verwaltungsweg bereits zugestimmt wurde der Erweiterung eines Einfamilienhauses mit Verglasung eines Freisitzes und der Sanierung eines weiteren Hauses mit Umbau in zwei Wohnungen. Im Baugebiet Oberwurzen II; Neukirchen gilt dies für den Bau zweier Häuser mit Garage und Carport. kon

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