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Laura Dahlmeier zeigt sich zuversichtlich – Skilanglaufen im Drei-Seen-Gebiet als Abwechslung

»Ich hoffe auf eine schöne Staffel«

Nach den schwachen Schießleistungen im Einzellauf hatte es noch Kritik an den deutschen Biathletinnen gegeben. Doch vor der Staffel am heutigen Samstag (14.30 Uhr/ZDF) und dem Massenstart am Sonntag (14.40 Uhr) in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena richtete Laura Dahlmeier den Blick lieber schon nach vorne.

Nach dem verpatzten Einzellauf nimmt sie nun in der Staffel und im Massenstart wieder Spitzenplätze ins Visier: Laura Dahlmeier.

Zwar gab es nach dem 15-km-Wettkampf Einzelgespräche der Athletinnen mit den Trainern, »aber wir machen das auch nach guten Ergebnissen und analysieren, was wir noch besser machen können.« »Bei mir gibt es ja relativ selten so eine Verlagerung im Anschlag, das soll man sich nicht zu lange nachhängen lassen«, so die 24-Jährige. »Unsere Fehler gestern waren sicher keine Folge der Nervosität. Allerdings ist es schon so, dass man vor so vielen eigenen Fans noch mehr leisten will, da will man manchmal vielleicht einen Tick zuviel«, liefert sie einen Erklärungsansatz.

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Doch nun sollen die zwei nächsten Rennen im Mittelpunkt stehen. Daher war sie am Freitag im Drei-Seen-Gebiet zum Skilanglaufen – und zwar in klassischer Technik. Dieser Laufstil »lockert die Muskulatur«. Zudem helfe es, den Kopf freizubekommen, »auch einmal etwas außerhalb des Stadions zu machen.«

Nach ihren gesundheitsbedingten Rückschlägen in dieser Saison tat es ihr zumindest gut, im Einzel zu sehen, dass die läuferische Form immer besser wird. »Ja, ich habe mich sehr gut gefühlt«, bestätigt sie. Ähnlich wichtig: »Wir hatten zum ersten Mal in dieser Saison eine schnelle Strecke, und ich konnte sehr gut umsetzen, was ich mir da technisch vorgenommen hatte.« Das sei bei solchen Bedingungen besonders wichtig: »Bei langsamem, tiefem Schnee wühlt man sich eher so durch, bei hartem, schnellem Schnee ist es extrem wichtig, dass jeder Abdruck perfekt passt.« Schließlich geht es darum, seine Kräfte möglichst sinnvoll einzusetzen.

Dass heuer die Olympischen Spiele anstehen und sie dabei als große deutsche Medaillenhoffnung gilt, »darauf werde ich nun schon das ganze Jahr über angesprochen. Natürlich war das ein Kindheitstraum von mir, aber ich muss es nicht jeden Tag in der Zeitung lesen«, meint sie.

Dass heuer insgesamt die Weltcup-Spitzenplätze viel abwechslungsreicher als in der Vergangenheit verteilt waren, liege an vielen Faktoren. Sie selbst – im Vorjahr Weltcup-Gesamtsiegerin – war angeschlagen, Gabriela Koukalova (Tschechien/2.) konnte heuer noch gar nicht antreten, auch Marie Dorin-Habert (im Vorjahr 4., d. Red.) tut sich schwer«, so Dahlmeier. »Die Spitze rückt näher zusammen, da darf man nicht lockerlassen.«

Das ist für sie eher ein Ansporn. »Vielleicht kann ich jetzt ein Podium mehr genießen als im Vorjahr, als ich einen Lauf hatte.« Am liebsten wäre ihr ein Podestplatz schon in Ruhpolding. »Ich hoffe auf eine schöne Staffel. Ich laufe immer wahnsinnig gern hier. Das Wetter und die Zuschauer sind toll, es herrscht eine gute Atmosphäre. Es wäre schön, wenn wir zu dieser Atmosphäre mit guten Leistungen etwas beitragen könnten – am liebsten schon heute in der Staffel.« who