weather-image
14°

Hunderte Ärztinnen und Ärzte auf einem Haufen

0.0
0.0
Warnstreik
Bildtext einblenden
Hunderte Ärztinnen und Ärzte haben am Dienstag nicht gearbeitet, sondern gestreikt. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa Foto: dpa

Ärzte und Ärztinnen in weißen Kitteln: So etwas sieht man meistens nur in Krankenhäusern und Arztpraxen. Doch am Dienstag zogen Hunderte von ihnen mitten durch die Stadt Hannover im Bundesland Niedersachsen. Ihre Demo gehörte zu einem Warnstreik. Hier steht, was genau das ist und warum die Mediziner streiken.


Was bedeutet Warnstreik?

Anzeige

Das heißt, die Leute arbeiten für eine Zeit lang nicht. In diesem Fall geht es um Ärztinnen und Ärzte, die an Unikliniken arbeiten. Das sind Krankenhäuser, die zu Universitäten gehören. Mit dem Streik wollen sie den Kliniken zeigen: Wir sind unzufrieden und es muss sich etwas verändern!

Was wollen die Ärztinnen und Ärzte erreichen?

»Sie streiken für bessere Arbeitsbedingungen«, erklärte ein Sprecher einer Gewerkschaft. Sie organisierte den Warnstreik. Umfragen haben ergeben: Die Ärztinnen und Ärzte arbeiten oft länger als geplant, teilweise 60 statt 42 Stunden pro Woche. Außerdem müssen sie oft in der Nacht und am Wochenende arbeiten. »Da bleibt dann wenig Zeit für Privatleben und die Familie«, sagte der Sprecher. Die Gewerkschaft fordert zwei freie Wochenenden pro Monat.

Was sagen die Betreiber der Unikliniken dazu?

Sie erklärten: Die Ärztinnen und Ärzte machen einen wichtigen und zum Teil schwierigen Job. Aber es gebe im Moment nicht genügend Mediziner in Deutschland. Auch deswegen sei es schwierig, auf die Forderungen einzugehen.

Was passiert während des Warnstreiks mit den Patienten?

In allen betroffenen Kliniken gibt es eine Notversorgung. Kommen Menschen etwa mit einer Blinddarm-Entzündung oder einer großen Wunde, werden sie sofort behandelt. Es gibt aber auch nicht so dringende Operationen, etwa am Knie. Sie wurden auf andere Tage verschoben.

Wie geht es weiter?

Im Moment verhandelt die Gewerkschaft mit den Betreibern der Unikliniken. Sie versuchen, sich auf einen Vertrag zu einigen. Das kann aber noch einige Zeit dauern.