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Hoffnung auf Platz zwei vorbei

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TSV-Trainer Richard Hartmann ist Realist: »Um ganz vorne zu stehen, haben wir in der Hinrunde zu viele Punkte leichtfertig abgegeben.« (Foto: Wechslinger)

Kirchanschöring – Für den stark ersatzgeschwächten TSV Berchtesgaden war auch beim Tabellenzweiten SV Kirchanschöring 2 nichts zu holen. Durch die 1:5-Niederlage sind die Hoffnungen auf den zweiten Platz praktisch bei Null, denn Kirchanschöring und Kay weisen nun fünf Zähler mehr als die Hartmann-Elf auf.


So geht es für Berchtesgaden in den letzten vier Spielen nur noch um den vierten Tabellenplatz. Freilich erhoffte man sich beim TSV insgeheim etwas mehr. Doch die vergangenen beiden Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten Kay und Kirchanschöring zerstörten alle Träume der TSV-Kicker. Dabei hatten die Berchtesgadener anfangs eine imponierende Frühjahrsrunde mit sechs Siegen und einem Unentschieden gegen Meister SV Saaldorf gespielt.

Berchtesgaden musste auf die verletzten Spieler Robert Reichlmeier und Martin Förg verzichten, die weitere halbe Mannschaft ging angeschlagen in die entscheidende Begegnung. Trainer Richard Hartmann wäre der erste Auswechselspieler bei einer weiteren Verletzung eines Spielers gewesen.

Zunächst schien es gut zu laufen, denn Stefan Sontheimer schoss Berchtesgaden schon in der elften Minute in Führung. Doch Kirchanschöring blieb von diesem überraschenden Treffer »wie aus dem Nichts« unbeeindruckt, zog sein gutes Kombinationsspiel auf und glich durch Steinmaßl bereits drei Minuten später aus. Nur fünf Minuten darauf sorgte Nika für das 2:1. Als Tschoner Mitte der ersten Spielhälfte durch einen berechtigten Elfmeter auf 3:1 erhöhte, war die Begegnung praktisch vorentschieden. Doch noch einmal kam der Gast zu einer Möglichkeit. »Selbst wenn wir da ausgeglichen hätten, wäre dieser Gegner für uns zu gut gewesen«, erklärte Trainer Richard Hartmann. Die Kirchanschöringer waren immer einen Tick schneller, die Berchtesgadener kamen erst gar nicht erst in die Zweikämpfe. Nika (64.) und noch einmal Steinmaßl (90.) erhöhten sodann noch zum Endstand von 5:1. Dabei entstanden alle Treffer, bis auf den Elfmeter, aus heraus gespielten Aktionen, was die Klasse des Gegners dokumentiert.

»Meine Mannschaft kämpfte auf allen Positionen sehr gut, aber zum Saisonende gehen uns mehrere verletzte Spieler ab. Die junge Kirchanschöringer Mannschaft soll ruhig aufsteigen, dann haben wir neben dem SV Saaldorf zwei starke Gegner weniger«, resümierte der Coach.

TSV Berchtesgaden: Schach; Gökbayrak, Heindl, Hoffmann, Brazina, Botzenhard, Pilz, Lindner, Hartmann, Lavado, Sontheimer. Christian Wechslinger