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Hoffenheim gegen 96: Babbel kämpft um seinen Job

Sinsheim (dpa) - Nach vier Pflichtspielpleiten geht es für Markus Babbel um seinen Job bei der TSG 1899 Hoffenheim: Der Krisenclub aus dem Kraichgau steht am Sonntag gegen Hannover 96 unter Druck wie noch nie in seiner erst vierjährigen Bundesliga-Geschichte.

1899-Coach
Hoffenheims Trainer Markus Babbel steht unter Erfolgsdruck. Foto: Caroline Seidel Foto: dpa

Erstmals sitzt der neue Manager Andreas Müller auf der Bank. «Ich bin sehr, sehr froh, dass der Andy jetzt schon da ist, um das sportlich wieder in die richtige Richtung zu lenken», sagte Trainer Babbel, der seine Doppelfunktion in der vergangenen Woche aufgegeben hat.

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Saisonübergreifend hat das Schlusslicht sogar die letzten sechs Erstliga-Spiele verloren, und Babbel kann seit seinem Amtsantritt im Februar erst vier Siege vorweisen. «Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft sehr viel Qualität hat», erklärte jedoch Müller, der sich erstmal als Muntermacher betätigen muss. Der Schalker Ex-Manager erklärte: «Hier ist ein Trainerstab, der wunderbare Arbeit leistet.»

Das muss Babbel nun endlich unter Beweis stellen. Und auch die bislang wenig überzeugenden Neuzugänge Matthieu Delpierre und Eren Derdiyok sind gefordert. Für den verletzten Ex-Nationaltorwart Tim Wiese, der beim 3:5 in Freiburg eine ganz schlechte Figur abgegeben hatte, steht erstmals der 20-jährige Belgier Koen Casteels zwischen den Pfosten.

Hannover hat von den neun Pflichtspielen in dieser Saison keines verloren. Im Sturm könnte nach dem 2:2 bei Twente Enschede Artur Sobiech statt Mohammed Abdellaoue in der Startelf stehen. Topscorer Szabolcs Huszti ist gesperrt. Fraglich ist der Einsatz von Jan Schlaudraff: Der Offensivspieler hat beim Europa League-Auftritt eine Verletzung am linken Sprunggelenk erlitten. 96-Trainer Mirko Slomka warnte: «Die Aufgabe in Hoffenheim ist anspruchsvoll. Wir sollten nicht den Fehler machen, den Gegner ausschließlich an den letzten Ergebnissen zu messen.»