weather-image
15°

Hochwasserschutz wird ausgebaut

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Nach dem Starkregen im Juni standen viele Wiesen unter Wasser. Auch die Straße wurde überspült. (Foto: Gemeinde)

Staudach-Egerndach – Überschwemmte Wiesen und Felder im Ortsteil Bayern und damit Schäden an den landwirtschaftlichen Flächen waren das Ergebnis eines Starkregenereignisses im Juni. Seit einigen Wochen kümmert sich die Flussmeisterstelle des Wasserwirtschaftsamts nun um die beschädigten Bereiche. Zweite Bürgermeisterin Martina Gaukler, Geschäftsleiter Florian Stephan sowie die betroffenen Landwirte begutachteten die Arbeiten.


Wie Martina Gaukler berichtete, wurde durch den massiven Regen Kies in die landwirtschaftlichen Flächen gespült. Die Gräben konnten das Wasser nicht mehr abführen und uferten aus. Die Wiesen und Weiden wurden überschwemmt und selbst die Straße nach Bergen überspült. Gemeinde und Landwirte versuchten gemeinsam, dagegen anzugehen, konnten aber die Überschwemmung nicht verhindern.

Bereits vor drei Jahren bot sich ein ähnliches Bild. Nach einem hochwasserähnlichen Ereignis wurde mit dem Wasserwirtschaftsamt und dem Forst ein Ortstermin durchgeführt, um den Handlungsbedarf darzulegen. Schließlich besteht bei weiteren Hochwässern eine Gefahr für den gesamten Ortsteil. Schnell wurde das Wasserwirtschaftsamt danach tätig, informierte Martina Gaukler.

Seit einigen Wochen setzen Mitarbeiter der Flussmeisterstelle die beschädigten Bereiche an Brücken, an Sperrbauwerken und an den Rückhaltebereichen wieder in Stand. Der Bayerer Bach, eine Teilstrecke des Weidenbachs, wird ausgebaggert und neu verbaut. Schwere Gesteinsbrocken dienen als Stützwände. Die Maßnahmen werden voraussichtlich noch bis November dauern.

Geschäftsleiter Florian Stephan informierte, dass 2015 die Bayerischen Wildbäche in ein Verzeichnis aufgenommen wurden, der »Bayerer Bach« aber übersehen wurde. Wie er weiter sagte, sei der Weidenbach im Bereich des Bayerer Bachs eine ausgebaute Wildbachstrecke. Das Wasserwirtschaftsamt habe die Berichtigung des Wildbachverzeichnisses beim Ministerium beantragt, sodass diese Strecke ab dem 1. Januar 2019 in die Zuständigkeit und Unterhaltslast des Wasserwirtschaftsamts übergeht. Für das kommende Jahr plant das Wasserwirtschaftsamt weitere Sanierungsmaßnahmen, vor allem an den Sperrenbauwerken.

Mit den bisherigen Arbeiten zeigten sich die Landwirte sehr zufrieden. Schließlich brauchen sie beim nächsten starken Regenfall nicht mehr um ihre Flächen fürchten. Martina Gaukler betonte, dass es der Gemeinde sehr wichtig sei, auch die Meinung der betroffenen Landwirte einzuholen. Mögliche Änderungsvorschläge oder Anregungen könnten so besprochen und an die zuständige Stelle weitergeleitet werden. tb