weather-image
24°

Hochkarätiges Starterfeld beim Europacup am Jenner

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Der Hang bot beste Bedingungen für den Europacup. Roberta Midali aus Italien (Bild) landete auf dem siebten Platz. (Fotos: Wechslinger)
Bildtext einblenden
Patrizia Dorsch vom SC Schellenberg war in diesem Winter im Weltcup in den Speeddisziplinen eingesetzt. Beim ersten Europacup-Riesenslalom am Krautkaserhang des Jenners kam sie unter 62 Läuferinnen an die 21. Stelle.

Der SK Berchtesgaden erhielt auch in diesem Jahr den Zuschlag für zwei Europacup-Rennen der Damen am Jenner. Von den Weltcupstarterinnen, die sich nicht für die Weltmeisterschaften in Are qualifiziert hatten, kamen einige nach Berchtesgaden.


62 Frauen aus 13 Nationen waren somit am Jenner, wo im Jahr 1967 die Geburtsstunde des alpinen Weltcups geschlagen hatte, am Start. 19-mal stand Berchtesgaden mit Weltcuprennen der Herren und danach auch der Damen im Fokus des internationalen Skilaufs. Fanden die Rennen zunächst vom Spinnergraben aus und am Beck-Haus-Hang statt, so wechselte man später zum Krautkaser, weil dort eine bessere Infrastruktur vorhanden war. Nachdem Berchtesgaden jedoch »verschlafen« hatte, in den Maschinenschneebetrieb zu investieren, folgte nach dem letzten Weltcup im Jahr 1986 das Aus für den Jenner.

Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war, ist jedoch angedacht, den Jenner wieder in den Weltcupzirkus aufzunehmen. Gut durchgeführte Europacup-Rennen sind dafür der ideale Wegbereiter. Der Krautkaserhang wurde nach den letzten Europacup-Rennen wieder einmal gelobt, nur 20 Läuferinnen wurde der Hang beim ersten der beiden Europacup-Rennen zum Verhängnis.

Keine Probleme hatte als Vorläuferin Katrin Hirtl-Stanggaßinger, die nach einer schweren Verletzung langsam wieder an das Renngeschehen herangeführt wird. »Mit meinen beiden Durchgängen war ich ganz zufrieden, auch wenn es noch nicht so läuft, wie ich es gerne hätte«, sagte die Vorläuferin. Etwas überraschend setzte sich beim ersten Europacup-Riesenslalom die Neuseeländerin Alice Robinson mit der hohen Startnummer 29 durch. Die erst 17-Jährige gewann vor den ebenfalls überraschend schnellen jungen Norwegerinnen Kaja Norbye und Marte Monsen.

Marlene Schmotz vom SC Leitzachtal lag nach dem ersten Lauf noch an der hoffnungsvollen zweiten Stelle, blieb im zweiten Durchgang jedoch nicht fehlerfrei und musste so als beste Läuferin des Deutschen Skiverbandes mit Rang acht zufrieden sein. Überhaupt bekleckerten sich die DSV-Läuferinnen nicht gerade mit großem Ruhm.

Bei der großen Favoritin, Eva-Maria Brem vom WSV Reith in Tirol, lief es im ersten Durchgang nicht gut. Die arrivierte Weltcupstarterin lag zunächst nur auf Platz 16, schob sich aber mit der drittbesten Laufzeit in Durchgang zwei an die neunte Stelle.

Patrizia Dorsch vom SC Schellenberg, die bisher weitgehend in den Speeddisziplinen im Weltcup eingesetzt war, zeigte mit Platz 21, dass sie auch Riesenslalom fahren kann. Mit Veronique Hronek vom SV Unterwössen und Sophia Eckstein vom SC Ainring schieden zwei Läuferinnen aus dem Chiemgau aus.

Skiklubvorstand Wilfried Däuber lobte die Mitwirkenden: »Wir hatten 70 Helfer im Einsatz. Ein großer Dank geht an den DSV und besonders an die Trainer Markus Lenz und Stefan Kermer, die uns tagelang bei der Pistenpräparierung unterstützt haben.«

Die Ergebnisse des ersten Europacup-Riesenslaloms am Jenner:

  1. Alice Robinson (Neuseeland) 1:49,25
  2. Kaja Norbye 1:49,67
  3. Marte Monsen (beide Norwegen) 1:49,77
  4. Naja Dvornik (Slowenien) 1:49,78
  5. Stephanie Resch (Österreich) 1:49,99
  6. Simone Wild (Schweiz) 1:50,30
  7. Roberta Midali (Italien) 1:50,39
  8. Marlene Schmotz (SC Leitzachtal) 1:50,64
  9. Eva-Maria Brem (Österreich) 1:50,78
  10. Valentina Cillara Rossi (Italien) 1:50,89

Die weiteren Platzierungen der Deutschen: 18. Jessica Hilzinger (SC Oberstdorf) 1:51,93; 20. Lisa Marie Loipetssperger (SC Starnberg) 1:52,13; 21. Patrizia Dorsch (SC Schellenberg) 1:52,26; 24. Martina Willibald (SSC Jachenau) 1:52,77; 28. Leonie Flötgen (SC Starnberg) 1:53,37; 30. Nora Brand (SC Starnberg) 1:54,68; 32. Carolin Lippert (SC Gaißach) 1:55,20; 37. Andrea Filser (SV Wildsteig) 1:56,53; 40. Luisa Mangold (SC Garmisch) 1:57,33.

cw