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Hits von Ambros, Danzer, Fendrich, Cornelius und Co.

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Mit großartigem Austropop zog die bayerische Band »Leiwaund« die Konzertbesucher in der Theater-Strickerei in ihren Bann. (Foto: Müller)

Austropop vom Feinsten, mit Herz, Leib und Seele sowie in allen denkbaren Variationen gab es beim umjubelten Auftritt der bayerischen Band »Leiwaund« in der Theater-Strickerei Grabenstätt.


Die beiden Schwestern Sandra Hermann (Gesang, Piano) und Dr. Verena Reichardt (Gesang, Bass, Gitarre, Saxophon), ihr Vater Ossi Hermann (Gesang, Percussion), Tom Klaiber (Gesang, Gitarre, Harp) und Martin Hutter (Gesang, Gitarre, Bass) begeisterten ihr Publikum mit Ohrwürmern von Wolfgang Ambros, Georg Danzer, Rainhard Fendrich, STS, Dr. Kurt Ostbahn, Die Seer, Ludwig Hirsch, Arik Brauer, Peter Cornelius und Co. sowie ausgefeiltem mehrstimmigen Gesang. Auch weniger Bekanntes aus der Alpenrepublik hatten sie in ihrem reichhaltigen, musikalischen »Schatzkasterl«, das sie zur Freude der Besucher ein ums andere Mal klangvoll öffneten. Die österreichische Sprache der legendären Austro-Pop-Koryphäen haben sie so verinnerlicht, dass es selbst »Muttersprachlern« schwer fällt, phonetische Abweichungen auszumachen. Was Musik und Gesang betrifft, sind die Künstler von »Leiwaund« eh über jeden Zweifel erhaben, ihre Anhängerschaft wird mit jedem Auftritt größer.

Zum Auftakt beglückten sie die Gäste standesgemäß mit dem Lied »Ollas leiwaund« von Georg Danzer, der 2007 im Alter von 60 Jahren viel zu früh verstorben ist. Von Peter Cornelius gab es unter anderem die Hits »Reif für die Insel« und »Du entschuldige, i kenn di« zu hören, die zum Träumen und Mitsingen anregten und schöne Erinnerungen wachriefen. Willi Resetarits alias Dr. Kurt Ostbahn erwies man unter anderem mit »Romeo«, »Joker« und »Stern vom Praterstern« die Ehre. »Nicht Küssen« hieß es mit Ludwig Hirsch, »Wia a wuids Wossa« mit Die Seer und »Sein Köpferl in Sand« mit Arik Brauer. Ein »Haferl Kaffee« servierte »Leiwaund« aus eigener Feder und »Heisse Nächte in Palermo« gab es mit der Kult-Band Erste Allgemeine Verunsicherung (EAV).

Der STS-Klassiker »Kalt und Kälter« durfte genauso wenig fehlen wie die Fendrich-Ohrwürmer »Vü schena is des Gfüh«, »Schickeria« und »I am from Austria«. Von Ambros gab man »Es lebe der Zentralfriedhof«, »Oid und Jung« und »Zwickts mi!« zum Besten. Fendrich, Ambros und Danzer schlossen sich ja 1997 auf Fendrichs Initiative zur unvergesslichen Pop-Rock-Band und Supergroup Austria 3 (A3) zusammen – eigentlich nur für eine einzige Benefizveranstaltung für Obdachlose, doch der Erfolg war so überwältigend, dass die drei Freunde bis 2006 weiter zusammen auftraten. Dabei entstanden gemeinsame Livealben und Compilations, die sich für immer in die Herzen ihrer Fans einbrennen sollten.

»Leiwaund« heizte in der Theater-Strickerei ein, was das Zeug hielt und sorgte für die ganz großen Gefühle. Das Stimmungsbarometer ging immer wieder durch die Decke und die Begeisterung kannte keine Grenzen. Nach zig Zugaben klang das Konzert erst nach drei Stunden aus. Markus Müller