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Hintergrund :Was sind Staatsanleihen?

Frankfurt/Main (dpa) - Staatsanleihen oder Schuldverschreibungen sind eine der wichtigsten Finanzierungsquellen von Staaten. Im Gegensatz zu Aktien sind diese Wertpapiere mit einem festen Zins ausgestattet und werden zu einem bestimmten Zeitpunkt zurückgezahlt.

Sie werden in verschiedenen Laufzeiten von zumeist 2 bis 30 Jahren ausgegeben. Lange Zeit galten sie als äußerst sichere Anlageform, da das Risiko eines staatlichen Zahlungsausfalls als sehr gering betrachtet wurde. Mit der Schuldenkrise in Europa ist dieses Bild aber ins Wanken geraten.

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Als Zinszahlung erhält der Anleger die Rendite oder den Effektivzins. Dieser ergibt sich aus dem im Vorhinein festgelegten Zins der Anleihe (Kupon) und dem aktuellen Marktpreis (Kurs) des Papiers. Sinkt die Nachfrage und damit der Kurs der Anleihe, steigt die Rendite - wie derzeit bei den risikobehafteten spanischen oder italienischen Anleihen.

Deutsche Staatsanleihen stehen bei Anlegern hoch im Kurs, da Deutschland wegen seiner starken Wirtschaft über eine hohe Kreditwürdigkeit verfügt und damit als sicherer Hafen gilt.