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Hier geöffnet, dort geschlossen

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Viele Geschäfte dürfen sonntags nicht öffnen. Bäckereien aber schon. Foto: Frank May/dpa Foto: dpa

Was ist die beste Zeit der Woche? Die meisten meinen: das Wochenende! Keine Schule, keine Arbeit und Zeit für die Familie. Die Einkäufe erledigen sie dann meist am Samstag. Denn am Sonntag haben die Geschäfte normalerweise zu. Aber warum ist das so?


Es hängt damit zusammen, dass in den Läden viele Menschen arbeiten: Verkäuferinnen, Kassierer, Lagerarbeiter, Putzfrauen. Und die wollen ja auch ihre Freizeit! Deswegen ist in Deutschland festgelegt: Am Sonntag bleiben die Ladentüren in der Regel geschlossen.

Einen weiteren Grund kennt der Handelsexperte Kai Falk. Er sagt: »Der Sonntag ist ein Tag, an dem sich die Menschen erholen sollen.« Manche nutzen die Sonntagsruhe, um in die Kirche zu gehen, andere schlafen aus, gehen mit der Familie spazieren oder machen Sport.

Sonntage und Feiertage sind sogar geschützt. Das heißt, in Gesetzen steht: Die Läden müssen geschlossen bleiben. Es gibt aber Ausnahmen.

So dürfen etwa Zeitungskioske und Tankstellen an Sonntagen zeitweise öffnen. Auch an Bahnhöfen bekommt man Kleinigkeiten. »Wenn etwa eine Familie eine Reise macht, dann soll sie sich unterwegs etwas zu Essen oder zu Trinken kaufen können«, sagt Herr Falk. Auch wer an einem Sonntag Medikamente braucht, bekommt diese in bestimmten Apotheken.

Eine weitere Ausnahme gilt für Bäckereien. Schließlich schmecken frische Brötchen besser als welche von gestern! Allerdings dürfen Bäckereien nur für ein paar Stunden öffnen - je nach Bundesland sind es mal mehr und mal weniger.

Mit dieser Sache beschäftigte sich am Donnerstag sogar das oberste Gericht von Deutschland. Eine Bäckerei-Kette in Bayern wollte länger als die erlaubten drei Stunden öffnen. Die Richter meinten: Das ist okay. Aber nur, wenn die Bäckerei auch Tische und Stühle hat. Dann nämlich gilt sie als Café - und das darf wie alle Restaurants sonntags länger offen sein.