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Hias Renoth Ehrenmitglied im SK Berchtesgaden

Berchtesgaden - Im Bräu-stüberl fand die Jahreshauptversammlung des SK Berchtesgaden statt. Dabei hatte Vorstand Wilfried Däuber die angenehme Aufgabe, mehrere verdiente Mitglieder und Sportler auszuzeichnen. Der langjährige Abteilungsleiter in Maria Gern, Hias Renoth, wurde für seine großen Verdienste um den heimischen Skisport zum Ehrenmitglied ernannt.

Die Skiklubvorstände Wilfried Däuber (l.) und Thomas Vorberg (r.) freuen sich mit den ausgezeichneten Sportlerinnen und Sportlern Michelle Staroszcyk (v.l.), Maximilian Luckmaier, Franziska Kellner, Maria Stangassinger, Niklas Homberg und Bernd Fendt.

Marktbürgermeister Franz Rasp versprach, sich stets für die Belange des traditionsreichen Klubs einzusetzen. Mit Stolz sprachen die alpinen und nordischen Sportwarte sowie Vorstand Däuber von den Erfolgen der Sportler. Auch Däuber erinnerte in seinem Rechenschaftsbericht an die herausragenden sportlichen Erfolge von SKB-Mitgliedern. Dies sei auch ein Verdienst vieler Trainer und eines harmonierenden Klubs sowie so mancher Förderer wie Helmut Weinbuch und dessen Mannschaft.

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Als erfreulich bezeichnete Däuber die Entwicklung der Sportanlagen in den vergangenen Jahren. Die Schanzen am Kälberstein seien in gutem Zustand, Sorge mache allerdings die 90er. Man hoffe jedoch, auch hier zu einer Lösung zu kommen. Dank des Engagements der Gemeinde Schönau am Königssee und der Berchtesgadener Bergbahn AG sei mit der Fertigstellung des neuen Trainingszentrums Krautkaser im Herbst 2013 zu rechnen.

Eine besondere Freude sei es, dass der Klub seit dem letzten Jahr wieder über einen eigenen Bus verfüge, so Däuber, der im Weiteren ausschließlich Positives über die vereinseigenen Liegenschaften Karl-Kreuzeder-Hütte auf Kühroint und Dr.-Hugo-Beck-Haus am Jenner berichtete. Das Dr.-Hugo-Beck-Haus habe sich aufgrund der hervorragenden Arbeit des Pächterehepaares Steffi und Michael Kortas zu einem Geheimtipp bei Jung und Alt entwickelt. Die vom SKB finanzierten Umbauten und die gemeinsamen Umbauprojekte in einer Mischfinanzierung mit dem Pächterehepaar seien die richtigen Schritte in die Zukunft gewesen. »Wir haben für die Umbauarbeiten einen Kredit über 30 000 Euro aufgenommen, das muss man beim Kassenbericht auch berücksichtigen«, erklärte der Vorsitzende.

Abschließend appellierte Däuber an die nicht anwesenden Mitglieder, sich mehr in die Vereinsarbeit einzubringen. Dabei denke er vor allem an Eltern, deren Kinder im SKB Sport treiben. Die im Vergleich zu den nordischen vielen alpinen Veranstaltungen erklärte der Vorstand damit, dass man mit kommerziellen Veranstaltungen Gelder in die Klubkasse bringe.

Der alpine Sportwart Peter Hasenknopf sprach von 33 Läuferinnen und Läufern im Renneinsatz, von denen drei bereits DSV-Kadern angehörten. Man habe diverse Rennen durchgeführt, bei denen bis zu 50 Helfer des SKB im Einsatz gewesen seien, so der Sportwart. Als Aushängeschild bezeichnete Hasenknopf die Weltcupläuferin Simona Hösl. Eine besondere Freude bereitete dem Sportwart, dass mit Michelle Staroszcyk, Franziska Kellner, Daniela Leitl und Maximilian Luckmaier junge dynamische Trainer die Arbeit von Hansi Rasp und Hansi Willeitner unterstützten.

Der nordische Sportwart Thomas Donaubauer sprach von mehreren Trainingsgruppen in Langlauf, Nordischer Kombination und Sprunglauf insgesamt 53 nordische Nachwuchsaktive umfassen. Donaubauer verlas die Erfolge seiner Schützlinge, wovon ein paar schon in den Weltcup und in weitere internationale Bewerbe aufgestiegen sind und dort großartige Leistungen bringen.

Däuber berichtete schließlich von einer kleinen, aber feinen Biathlongruppe im SKB. Als Aushängeschilder bezeichnete Däuber den zweifachen Goldmedaillengewinner der ersten Jugendolympiade Niklas Homberg sowie Michael Willeitner, der im letzten Winter große Erfolge gefeiert hat.

Schatzmeisterin Gisela Görlich sprach von einem erfreulichen Zuwachs in der Kasse des SKB. So habe man im letzten Jahr über 26 000 Euro Gewinn verbuchen können. Die Kassenprüferinnen Martina Schöddert und Rosi Plenk lobten die perfekte Arbeit der Bankerin. Wilfried Däuber relativierte die Freude über die Gewinne etwas. »Natürlich haben wir vor der Rennsaison Überschüsse«.

Eine besondere Freude für eine Vorstandschaft sind die Ehrungen verdienter und langjähriger Mitglieder (siehe Kasten). So wurde der verdiente ehemalige Rennläufer, Trainer und Skiabteilungsleiter in Maria Gern, Hias Renoth, für sein Lebenswerk zum Ehrenmitglied im SKB ernannt. Auch fünf Sportler erhielten für ausgezeichnete Leistungen die Ehrennadel in Silber des SKB. Eine Überraschung hatte Däuber parat, als er Schriftführerin Maria Stangassinger sowie EDV-Spezialist und Kampfrichter Bernd Fendt ebenfalls für ihre großartige Arbeit im SKB mit der »Silbernen Ehrennadel« auszeichnete.

Bürgermeister Franz Rasp freute sich über die Ernennung von Hias Renoth zum Ehrenmitglied: »Beim Hias haben ganze Generationen das Skifahren gelernt, auch ich«. Rasp sprach von sanierten Schanzen und davon, dass die 90-Meter-Schanze bis 2014 gesichert sei. Wenn bis dahin kein Wunder geschehe, sei jedoch nach 2014 Schluss.

Das Langlaufgebiet Scharitzkehl habe sich bewährt, man habe im Sommer noch einmal ausgehackt, um noch bessere Bedingungen zu bekommen. Wenn im Tal noch nicht oder nicht mehr Langlaufen möglich sei, dann komme der Scharitzkehl auch touristisch große Bedeutung zu, so das Marktoberhaupt. Sorge bereitete Rasp die Entwicklung, dass immer weniger Kinder Ski fahren. »Wenn schon die Lehrer nicht mehr Ski fahren können, dann ist das keine gute Entwicklung«, bedauerte Rasp.

Nachdem Rasp davon gesprochen hatte, die Krautkaser-Funktionshütte an den SKB übergeben zu haben, verkündete Däuber, dass die Berchtesgadener Bergbahn AG als Träger für die Hütte aufkomme. Dazu seien noch einige Renovierungs- und Ausbauarbeiten an der Hütte notwendig. cw