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Helfen statt weggucken

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Helfen ist nicht so schwierig
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Dieser Mann holte Hilfe, als er einen Verletzten am Boden liegen sah. Foto: Marcel Kusch/dpa Foto: dpa

er Begriff ist erst mal nicht so leicht zu verstehen: unterlassene Hilfeleistung. Er ist aber ziemlich wichtig. Unterlassene Hilfeleistung bedeutet, dass man nichts tut, obwohl jemand Hilfe braucht. Das ist verboten! Es gibt sogar ein Gesetz dafür. Darin heißt es, dass man bestraft werden kann, wenn man nicht hilft: zum Beispiel nach einem Unfall.


Darum ging es gerade in der Stadt Essen im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Dort standen zwei Männer und eine Frau vor Gericht, weil sie einem alten Mann nicht geholfen hatten.

Der Mann hatte vor knapp einem Jahr hilflos in einem Raum mit Geldautomaten auf dem Boden gelegen. Er war gestürzt und hatte sich am Kopf verletzt. Mehrere Leute gingen um ihn herum, ohne sich zu kümmern. Erst später rief ein anderer den Rettungsdienst an.

Das Gericht entschied jetzt: Die drei Angeklagten müssen eine Geldstrafe zahlen, denn sie hätten helfen können.

Wichtig ist dabei: Niemand verlangt, dass man sich selbst gefährdet. Aber bei einem Unfall sollte man zum Beispiel den Rettungsdienst unter der Nummer 112 anrufen. Oder einem Erwachsenen Bescheid sagen. Das können die Eltern sein, Lehrer oder auch die Polizei. Wichtig ist nur: Nicht einfach weggucken, denn fast immer kann man etwas tun.