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Heimisches Biathlon-Trio darf zur WM

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Sie vertreten den Stützpunkt Ruhpolding bei der Biathlon-Junioren-Weltmeisterschaft (von links): Franziska Pfnür, Lisa Spark und Sophia Schneider. (Foto: Wukits)

Mit drei Sportlerinnen vom Stützpunkt Ruhpolding wird die Biathlon-Junioren-Weltmeisterschaft im slowakischen Osrblie stattfinden. Zum 14-köpfigen Aufgebot des DSV zählen Sophia Schneider vom SV Oberteisendorf und Franziska Pfnür von der SK Ramsau bei den Junioren und Lisa Spark vom SC Traunstein bei der Jugend. Betreut werden die jungen Athleten vom ehemaligen Weltklasse-Biathleten Andreas Birnbacher.


»Wir wollen unsere optimale Leistung abrufen, dann können wir auch um die Podestplätze mitlaufen«, sagt Birnbacher, der sich mit dem Team zunächst im benachbarten Hochfilzen (Tirol) vorbereitet. Eine genaue Prognose will er aber nicht abgeben.

»Ich will da unnötig keinen Druck aufbauen. Das war zu meiner aktiven Zeit oft das Problem, wenn im Vorfeld immer nur von Medaillen geredet wurde«, weiß der Trainer aus eigener Erfahrung. Er fügt hinzu: »Wir wollen den Sportlern ein schönes Erlebnis vermitteln. Bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spiele herrschen sowieso immer eigene Gesetze.«

Fünfte WM-Teilnahme für Sophia Schneider

Die erfahrenste Teilnehmerin ist Sophia Schneider. Für die 21-Jährige ist es in Osrblie bereits die fünfte Weltmeisterschaft im Jugend- und Juniorenbereich. 2017 gewann sie mit der Staffel Silber. »Ich kenne die Strecken dort und freue mich drauf«, so Schneider, die Behördensportlerin beim Zoll ist.

Zuletzt hatte sie Probleme mit einer Knochenhautentzündung am Schienbein und hatte deswegen über Weihnachten eine Wettkampfpause eingelegt. »Das war eine gute Entscheidung, um es ausheilen zu lassen. Ich bin dann für die Qualifikation zur WM rechtzeitig fit geworden«, ist sie erleichtert. Bei den Rennen in der Slowakei will sie ihre Trainingsleistungen umsetzen und wenn möglich »einen Tick draufsetzen« – und vor allem am Schießstand gut arbeiten.

Ihren Einstand bei den Junioren gibt Franziska Pfnür aus der Ramsau. Vor einem Jahr hatte sie bei der Jugend-WM in Otepää/Estland Silber in der Verfolgung gewonnen. »Ich denke, im Juniorenbereich ist alles noch ein wenig anspruchsvoller. Daher kann ich es nicht abschätzen, was für mich möglich ist«, gibt sich die 19-Jährige zurückhaltend. »Ich will das Optimale aus mir rausholen und dann schauen, was rauskommt.«

WM-Premiere für die Traunsteinerin Lisa Spark

Pfnür ist zusammen mit Lisa Spark bei der Bayerischen Landespolizei in Ainring, mit dieser Unterstützung finden sie beste Voraussetzungen für ihren Sport. Spark vom SC Traunstein ist die Jüngste des heimischen Trios und wird in der Jugend starten. Für sie ist es die erste Weltmeisterschaft, die 18-Jährige will daher alles auf sich zukommen lassen. »Ich freue mich darauf, einfach hier dabei sein zu dürfen. Freilich hat es auch seinen Reiz, international zu starten. Man hat mir schon einiges erzählt, wie bei so einem Ereignis das Flair ist und bin gespannt auf die Rennen«, so Spark.

Die Vorbereitung und die Rennen in dieser Saison sind für die junge Traunsteinerin bisher optimal gelaufen. »Ich bin von Krankheiten und Verletzungen verschont geblieben. Die Ergebnisse haben bisher überwiegend gepasst. Bei der Weltmeisterschaft will ich das machen, was ich immer mache«, so ihre Einstellung. Die Wettkämpfe in Osrblie beginnen kommenden Sonntag und dauern bis zum 3. Februar. SHu