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Heidemann legt Medaillenspur - so kann es weitergehen

London (dpa) - Degenfechterin Britta Heidemann hat die deutsche Olympia-Mannschaft in London nach zwei Tagen des Wartens in die Medaillenspur geführt - nun soll aus Silber schnell Gold werden.

Auftakt
Der Silbermedaille von Degenfechterin Britta Heidemann soll weiteres Edelmetall für Deutschland folgen. Foto: Peter Kneffel Foto: dpa

Die besten Aussichten auf den ersten Olympiasieg haben am Dienstag die Vielseitigkeitsreiter, die als Führende vor Großbritannien in das abschließende Springen gehen. In der Einzelwertung liegt Ingrid Klimke nach dem Geländeritt gleichauf mit der Schwedin Sara Algotsson-Ostholt vorne. Weltmeister Michael Jung ist Vierter.

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Als Medaillenkandidaten starten auch Peking-Olympiasieger Ole Bischof in der Judo-Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm und Florettfechter Benjamin Kleibrink, der vier Jahre nach seinem Triumph in China erneut aufs Treppchen will. Die Auslosung meinte es allerdings nicht gut mit dem Deutschen: Gleich im ersten Kampf trifft Kleibrink auf seinen damaligen Final-Gegner Yuki Ota.

Paul Biedermann will in der 4 x 200-Meter-Freistil-Staffel noch einmal sein olympisches Glück versuchen, doch dürfte die Konkurrenz aus Übersee für einen Platz auf dem Podium zu stark sein. Über seine Spezialstrecke 200 Meter Freistil hatte es am Montagabend wie schon vor vier Jahren nur zu Platz fünf gereicht. «Ich bin nicht zufrieden, die Zeit ist zu langsam», sagte Biedermann, der nach 1:45,53 Minuten angeschlagen hatte.

Ein Schlag ins Kontor für die deutsche Mannschaft war das überraschende Olympia-Aus von Tischtennis-Star Timo Boll. Der WM-Dritte verlor seine Partie gegen den Rumänen Adrian Crisan sensationell mit 1:4 Sätzen und verpasste damit auch im vierten Anlauf seine erste Einzel-Medaille bei Olympischen Spielen. «Ich würde am liebsten losheulen. Ich bin sehr enttäuscht und werde einige Tage brauchen, um das zu verdauen», sagte Boll.