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Hat es sich »ausgehext«?

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Die »Staudach-Egerndacher Hexen« begeisterten zum wohl letzten Mal beim Weiberfasching des Katholischen Frauenbunds. (Foto: Rödler)

Staudach-Egerndach – Um die hundert »wilde Weiber« amüsierten sich beim Weiberfasching des Katholischen Frauenbunds Staudach-Egerndach im Gasthof zum Ott. Da wurde gefeiert und ununterbrochen getanzt zu der Musik der »Bergfex'n« aus Reit im Winkl. Mit bayerischer Musik, aber auch deutschen Schlagern und Oldies trafen die Musiker genau den Geschmack des Publikums. Die Vorsitzende des Katholischen Frauenbunds, Johanna Höger, Christa Guggenbichler und Kassierin Annemarie Pertl hatten mit ihrem Team wieder den Abend organisiert.


Höhepunkte des Abends waren der Auftritt der Grabenstätter Faschingsgarde und natürlich der Auftritt der »Staudach-Egerndacher Hexen«, einer Gruppe von Staudach-Egerndacherinnen, die an diesem Abend auch noch ihr 20-jähriges Bestehen feierten. Damals hatte sich eine Gruppe junger Frauen verabredet, alle als Hexen verkleidet, den Frauenfasching mitzufeiern.

Als die damals engagierte Band den »Zillertaler Hochzeitsmarsch« intonierte, »ritten« sie auf ihren Besen in den Saal – das war der Beginn einer Tradition. Einer der Musikanten verpflichtete die Damen nämlich dazu, nunmehr jedes Jahr als Gruppe eine Aufführung zu gestalten. Diese Herausforderung nahmen die Damen gerne an.

Jetzt, 20 Jahre später, holten sie die Kostüme des ersten gemeinsamen Auftritts wieder hervor und führten einen Hexentanz der Spitzenklasse vor. Feuer und Nebel durften natürlich nicht fehlen. In den vergangenen zwei Jahrzehnten gestaltete die Gruppe in wechselnder Besetzung verschiedene Darbietungen wie den »Tanz der Vampire« oder »Cats«.

Andrea Hilz und Anita Huber sind von der ersten Stunde an dabei. Die Gruppe sei damals aus einer Laune heraus entstanden, erzählen die beiden. Sie hatte ihre Anfänge im Staudach-Egerndacher Kirchenchor. Leider fehlt auch hier, wie in so vielen Vereinen und Organisationen, der Nachwuchs. Am Ende der Darbietung teilte die Sprecherin der Gruppe mit, dass dieser Auftritt wahrscheinlich der Letzte seiner Art gewesen sei. Die Gruppe werde sich wohl auflösen. Nach den Reaktionen im Publikum ist hier aber das letzte Wort wohl noch nicht gesprochen.

Die Grabenstätter Faschingsgarde erzählte tänzerisch die ewige Geschichte von den Irrungen und Wirrungen der Liebe und stellte mit viel Humor dar, dass auch Amors Pfeile ab und an daneben gehen. Wie die Leiterin der Garde, Alexandra Zeiser, mitteilte, siegte die Truppe mit diesem Programm bei einem Showtanzwettbewerb unter 13 Tanzsportgruppen in Augsburg. Nächstes Jahr treffen sich die Damen vom Katholischen Frauenbund wieder, diesmal im Wirtshaus Mühlwinkl. Und wer weiß, mit welchen Überraschungen die Organisatorinnen dann aufwarten werden... mr