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Stützpunkttrainer Bernd Raupach sieht gute Perspektiven

»Gute Arbeit in der Region«

Die bisherige Saisonbilanz der Skilangläufer aus dem Stützpunkt Ruhpolding kann sich sehen lassen: Zuletzt überzeugten bei der Junioren-WM in der Schweiz Florian Knopf (SLV Bernau), Albert Kuchler (SpVgg Lam) und Nadine Herrmann (Bockauer SV) mit guten Leistungen (wir berichteten). Zudem sind derzeit in Jonas Dobler (SC Traunstein), Andreas Katz (SV Baiersbronn), Lucas Bögl (SC Gaißach) und Steffi Böhler (SC Ibach) vier Athleten aus dem Team von Bernd Raupach bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang (Südkorea).

Er freut sich über die gute Entwicklung im heimischen Skilanglauf: Bernd Raupach. (Foto: DSV)

»Das ist eine solide Leistung unserer Trainingsgruppe«, freut sich Raupach, der als leitender Trainer des Stützpunkts fungiert. Beinahe hätte es auch noch Thomas Wick (SCM Zella-Mehlis) als fünfter »Ruhpoldinger« geschafft, nur 2,3 Sekunden fehlten ihm zur halben Norm.

Raupach hat am Stützpunkt gut 15 Athleten unter seinen Fittichen und erhält dabei auch wichtige Unterstützung: Jens Lautner ist im Sommer als Trainer, im Winter als Servicemann dabei. Hinzu kommen als Trainer auch noch ab August Frank Nitsch und Manuel Schnurrer. »Wir profitieren hier auch von der guten Arbeit und der guten Struktur der vergangenen Jahre, auch das CJD gehört hier ganz stark dazu«, berichtet der 55-Jährige.

Und die Voraussetzungen dafür, dass es auch in Zukunft starke Langläufer aus der Region geben wird, sieht er ebenfalls. »Dass wir bei der Junioren-WM zwei Teilnehmer in der Staffel stellen konnten, ist auch ein Fingerzeig auf die gute Nachwuchsarbeit in der Region«, lobt er »besonders das Jugendtrainerteam um Janik Werner.« Schon seit einigen Jahren werde hier hervorragende Arbeit geleistet, »und es ist natürlich auch toll, dass inzwischen Tobias Angerer das Team unterstützt.« Denn der ehemalige Weltcup-Gesamtsieger aus Traunstein ist auch immer wieder beim Jugendtraining dabei »und ermuntert den Nachwuchs«, freut sich Raupach.

Daher sieht er auch die Zukunft des Langlaufs in der Region sehr positiv, »zumal ja der Skilanglauf auch die Grundlage für andere nordische Sportarten wie die Kombination oder Biathlon ist.« Auch organisatorisch sieht er das Team gut aufgestellt. »In der Region macht Martin Werner (der Vater von Janik Werner) die komplette Organisation für das Deutschlandpokal-Team«, erläutert er – das heißt sowohl für Raupachs wie für Janik Werners Schützlinge. »Und es freut mich, dass auch die Älteren aus anderen bayerischen Regionen bei Deutschlandpokalen immer mit uns zusammen sind. Wir fühlen uns da als ein Team, egal aus welchem Verband da einer kommt.«

Dieses Gemeinschaftsgefühl soll nun auch in Südkorea helfen. »Da ist es egal, aus welchem Stützpunkt einer kommt, wir vertreten hier gemeinsam den deutschen Langlauf«, betont Raupach. Er selbst ist nämlich neben seinem Amt am Stützpunkt zugleich in der Lehrgangsgruppe I b insgesamt für den Nationalkader tätig und weilt deshalb ebenfalls in Südkorea. »Wir kämpfen dort gemeinsam für das bestmögliche Ergebnis.«

Im Skiathlon klappte das schon ganz gut, nun sollen weitere erfreuliche Resultate folgen. Diese sollen ein weiterer Ansporn für den Nachwuchs sein. Aus diesem ist ja nun Florian Knopf seit Herbst auch ganztägig im Training. Bis er mit den ganz »Großen« mithalten kann, wird es natürlich noch etwas dauern. Beim Langlauf »geht es immer um einen langfristigen Leistungsaufbau. Es muss einfach ein sinnvolles Training sein, das auf den vorherigen Belastungen aufbaut.« So geht es darum, die Jahresbelastungen der Athleten allmählich zu steigern. Das darf nicht zu schnell gehen, um sie nicht körperlich zu überfordern. »Selbst so routinierte Athleten wie Jonas Dobler oder Andy Katz legen immer wieder noch mehr Kilometer auf«, verdeutlicht Raupach, dass es im Langlauf eben um eine kontinuierliche Entwicklung geht.

Doch dabei sieht er die Region gut aufgestellt. Jugendtrainer Janik Werner freut sich darüber, »dass aus dem Schülerbereich immer etwas nachkommt«, Raupach wiederum darüber, dass diese Talente dann im Jugendteam weiterhin gut gefördert werden. Das lässt darauf hoffen, dass auch in Zukunft wieder Skilangläufer aus der Region dem deutschen Olympia-Team angehören könnten. who