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Den Tagessieg in der Klasse der »Gebrauchshunde« erreichte der Deutsche-Schäferhund-Rüde Charly mit seinem Herrchen, Hans Walch. (Foto: privat)

Der Winter steht vor der Tür und langsam neigt sich die Saison für den Schäferhundeverein Berchtesgaden dem Ende zu. Nach einer ereignisreichen Saison und der kürzlich stattgefundenen Herbstprüfung stand als letztes Highlight die Vereinsmeisterschaft auf der Tagesordnung.


Wie schon im letzten Jahr ist die Vereinsmeisterschaft an zwei Tagen durchgeführt worden. Am Sonntag waren die Mantrailer dran. »Mantrailing« bedeutet übersetzt Menschen verfolgen. Der Hund bekommt anhand einer Geruchsprobe den Individualgeruch des zu Suchenden präsentiert. Der Hund muss den Menschen dann finden. Im Gegensatz zur Fährtenarbeit sind Bodenverletzungen nicht wichtig, da sich der Hund nach dem Individualgeruch des Opfers orientiert. Die Richter, Gabi Kurz und Carola Knittel, hatten sich für die Teams anspruchsvolle Trails ausgedacht. In diesem Jahr ließ sich Golden-Retriever-Hündin Josie durch die vielen Gerüche nicht aus der Ruhe bringen und sicherte sich samt Frauchen Kerstin Nagel den Tagessieg.

Am folgenden Samstag fanden die Prüfungen der Gebrauchs- und Agilityhunde statt. Los ging es um 9  Uhr im Kirchholz mit einer FPr1, einer Rettungshundefährte und einer FH1. Am Dietfeld folgten noch mal eine FPr1, eine Rettungshundefährte, zwei Junghundfährten, eine IPO 1-Fährte und eine IPO 2-Fährte. Diese Fährten unterscheiden sich in der Länge, Liegedauer, Anzahl der Gegenstände und in der Geländebeschaffenheit. Die »Beste Fährte« an diesem Tag zeigte die Tibet-Terrier-Hündin Byiba mit Frauchen Gertrud Flatscher. Die Titel »FH-Vereinsmeister« und »FH-Tagessieger« gingen in diesem Jahr an Gabi Kurz mit Topsi.

Auf dem Hundeübungsplatz in Loipl folgten anschließend die Unterordnungen und der Schutzdienst. Luise Rannetsberger und Akita-Hündin Chiyo holten sich in drei Disziplinen – Fährte, Unterordnung und Arbeit an den Geräten für Rettungshunde – den begehrten Junghundpokal. Der Hund, der in dieser Klasse nicht älter als 24 Monate sein darf, muss zeigen, was er gelernt hat. Sabrina Satra sicherte sich mit DSH-Rüde Aiko bei den Begleithunden vor Grit Springl mit Mini-Australian-Shepherd Sammy den ersten Platz. Sabrina Satra und Walburga Lorenz zeigten in der Klasse Rettungshund wie schon zuvor in der Fährte auch in der Unterordnung eine gute Arbeit. Der Titel Tagessieger »Rettungshund« ging in diesem Jahr an Sabrina Satra mit der Riesenschnauzerhündin Fiebi. Bei den Gebrauchshunden verteidigte Sabine Beitz mit DSH-Hündin Only den Titel »Beste Unterordnung«. Hans Walch errang mit seinem DSH-Rüden Charly die Titel »Bester Schutzdienst« und den Tagessieg. Am Nachmittag ist der Vereinsmeister in Agility neu gekürt worden. Jede Starterklasse – A0/A1 und A2/A3 – erhielt ihren eigenen Parcours mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Dieser ist von Richter Helmut Fischer aus der OG München-Riem aufgestellt worden.

Nach einer kurzen Besichtigungszeit zum Einprägen der Reihenfolge musste das Team Mensch/Hund den Sport auf zwei Beinen und vier Pfoten bewältigen. Bewertungskriterien sind das korrekte Passieren der Hindernisse – Fehler werden mit Strafpunkten bewertet – und die Zeit. Zum Abschluss mussten alle Starter den Parcours im Jumping absolvieren, ehe der Vereinsmeister beziehungsweise der Tagessieger festgestellt werden konnte. Beide Titel gingen in diesem Jahr an Daniela Angerer mit ihrer Jack-Russel-Hündin Layla. fb