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Guardiolas Vorwürfe treffen Barcelona unvorbereitet

Barcelona (dpa) - Bayern-Trainer Pep Guardiola hat mit seinen schweren Vorwürfen gegen den Vorstand des FC Barcelona beim spanischen Fußballmeister Bestürzung ausgelöst.

Getrübt
Das Verhältnis zwischen Pep Guardiola und seinem Ex-Verein ist getrübt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand Foto: dpa

«Ich war völlig baff, als ich Peps Worte vernommen habe», sagte Barça-Vizepräsident Jordi Cardoner dem Fachblatt «Sport». Guardiola hatte im Trainingslager des FC Bayern München am Gardasee dem Barça-Präsidenten Sandro Rosell und dessen Vorstand vorgehalten, falsche Informationen über ihn in Umlauf gebracht zu haben.

«Man hat die Krankheit meines Nachfolgers Tito Vilanova dazu genutzt, mir Schaden zuzufügen», hatte Guardiola auf einer Pressekonferenz gesagt. «Das werde ich nicht vergessen.» Die Barça-Führung habe behauptet, er habe sich in New York nicht mit Vilanova getroffen, der sich in der US-Metropole einer Krebsbehandlung unterzog. «Das ist eine Lüge», empörte sich Guardiola. «Ich habe Tito getroffen. Ich hätte ihn gerne häufiger gesehen. Dass dies nicht möglich war, lag nicht an mir.» 

Zu diesem Themenkomplex hatte Guardiola auf Katalanisch gesprochen. Die Aussagen waren nicht übersetzt worden und daher erst später und auf Umwegen in Deutschland medial wahrgenommen worden.

Die Guardiola-Äußerungen haben nach Informationen von «Sport» den Barça-Präsidenten sehr verletzt. «So etwas hatte Rosell nicht erwartet», schrieb das Blatt. Offiziell nahm der FC Barcelona zu den Äußerungen seines früheren Erfolgstrainers nicht Stellung.

Bericht in «Sport»