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GTEV D'Achentaler lädt zum Hundertjährigen nach Ramsau ein

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Prolog der Heiligen Drei Könige, links Pfarrer Herwig Hoffmann.
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Sänger und Musikanten im Altarraum: Schuasta Musi, Dreiwinkl Gsang, Junge Ramsauer Sänger und Antonibergmusi. Im Hintergrund das Ramsauer Christkindl. (Fotos: B. Stanggassinger)
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Die Ramsauer Weisenbläser.

Ramsau – Das Dreikönigssingen am Freitagabend in der Ramsauer Pfarrkirche St. Sebastian war der Auftakt zum Festjahr 100 Jahre GTEV D'Achentaler.


Man fühlte sich, als würde man zur Christmette gehen: Eine schneebedeckte Fahrbahn, der beleuchtete verschneite Christbaum vor dem Friedhof, die angestrahlte Pfarrkirche, Eiszapfen an den Straßenlaternen und immer wieder blies ein heftiger Windstoß durch das verwaiste Dorf. Im Kirchenschiff brannten Kerzen und man sah zwei beleuchtete Christbäume. Der Blickfang aber war ein beleuchteter Stern am Hochaltar mit dem Ramsauer Christkindl.

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Pfarrer Herwig Hoffmann als Sprecher

Nachdem Kirchengeläut eröffneten vom Chor aus die Ramsauer Weisenbläser mit »Intrada« das Dreikönigssingen. Sprecher war Pfarrer Herwig Hoffmann. Er freute sich, dass diesmal ein Dreikönigssingen stattfand und kein Adventssingen. Zwar sei auch das Adventssingen etwas Schönes, doch bei einem Dreikönigssingen müsse man nicht wie beim Adventssingen vor der Geburt Jesu abbrechen. Ein echtes Adventssingen deute die Geburt Jesu an, nehme sie aber nicht vorweg. »Wir sind jetzt in der Weihnachtszeit, in der Zeit der Freude darüber, dass die Verheißungen des Advents erfüllt sind«, sagte Hoffmann. Der Pfarrer verwies auf das Ramsauer Christkindl am Hochaltar. Dieses Kind verkünde den Menschen: »Gott ist in diese Welt gekommen als ein Mensch.« Mit den Worten »Ehre sei Gott« leitete der Pfarrer über auf die Jungen Ramsauer Sänger, die Gebrüder Resch, den Hansi, den Sepp und den Simon, welche das Lied »Ehre sei Gott in der Höhe« anstimmten.

Eine »stade Weis«

Weitere Hirten- und Neujahrslieder waren im Repertoire der Jungen Ramsauer. Man hätte eine Stecknadel fallen gehört, so leise war es in der voll besetzten Kirche bei einer »staden Weis« von der Antonibergmusi, gespielt von der Hallinger Vroni am Hackbrett, der Neudecker Angelika an der Bassgeige, dem Hollrieder Stefan an der Zither, der Christine Öggl und dem Hallinger Pauli jeweils an der Gitarre. Insgesamt trugen sie auf ihren Saiteninstrumenten vier Stücke vor. »Stehet auf, Ihr Hirten« hieß das Krippenlied vom Dreiwinkl Gsang, der Tamara Kaltenbacher an der Zither, der Erika Dettendorfer und dem Scheul Michael. Hirten- und Krippenlieder sowie Lieder mit Neujahrswünschen trug das Trio vor.

Walzer, Jodler und Krippenlieder spielte die Schua-sta Musi. Das sind vier Musikantinnen und ein Musikant, die Johanna Hogger auf der Diatonischen Ziehharmonika, Monika Sachenbacher an der Gitarre, Eva Stöckl auf der Querflöte, Sophie Stöckl und Christina Hogger auf der Klarinette und Anton Hillebrand auf der Bassgeige. Das Dreikönigssingen rundeten die Ramsauer Dreikönige mit einem Besuch in der Kirche ab. Vor dem Altar nahmen sie Aufstellung und trugen ihre Prologe vor.

Spenden für eine bedürftige Familie

Pfarrer Herwig Hoffmann bedankte sich am Schluss bei allen Mitwirkenden und auch bei den Zuhörern für das Kommen bei der ungünstigen Witterung. Er bat um eine Spende für den Kindergarten in der Ramsau und für eine junge Familie in Surberg, die immer aktiv in der Trachtensache unterwegs war. Die Mutter von zwei Kindern (sechs und elf Jahre) ist durch einen schweren gesundheitlichen Schicksalsschlag nicht mehr in der Lage, für ihre Familie zu sorgen. Es ist dem GTEV D'Achentaler ein großes Anliegen, die Familie zu unterstützen. Zum Schluss spendete der Pfarrer den Segen und die Ramsauer Weisenbläser verschönerten den Nachhauseweg mit ihren Stückln, geblasen vor dem Kriegerdenkmal. Bernhard Stanggassinger