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Grünstein-Klettersteig in Gefahr?

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Foto: Symbolbild (pixabay)

Schönau am Königssee – Seit zehn Jahren führt ein bei Bergfexen äußerst beliebter Klettersteig auf verschiedenen Varianten zum Gipfel des Grünsteins. Aktuell allerdings steht diese Attraktion vor einer ungewissen Zukunft. Denn die Verhandlungen mit dem Grundeigentümer bezüglich eines neuen Nutzungsvertrags sind bislang fruchtlos verlaufen, wie Stefan Lochner, 1. Vorstand des Vereins SC Grünstein Klettersteig und CSU-Gemeinderat, am Dienstag im Gemeinderat Schönau am Königssee betonte.


Demnach geht es zunächst einmal um die Zukunft des Vereins, der im Jahr 2008 für die Hege und Pflege des Klettersteigs gegründet worden war. Damals hatte man einen Zehn-Jahres-Vertrag mit dem Grundeigentümer abgeschlossen und die Vorstandschaft habe sich für zehn Jahre zur Verfügung gestellt. Nun gehe es darum, auf der nächsten Jahreshauptversammlung im März oder April eine neue Vorstandschaft an der Spitze des auf 155 Mitglieder angewachsenen Vereins zu wählen.

Es gebe zwar grundsätzlich Interessenten für Ämter in der neuen Vorstandschaft. »Wir können aber niemanden fürs Weitermachen motivieren, wenn bei den Verhandlungen mit dem Grundeigentümer trotz vieler Gespräche nichts weiter geht«, sagte Lochner. Wenn sich daran nichts ändere, müsse man den Verein bis Ende April auflösen, das Vereinsvermögen gehe dann an die Gemeinde. »Die Schuld liegt jedenfalls nicht bei der Gemeinde oder beim Bürgermeister«, versicherte Lochner. Der habe sich stets um eine Lösung bemüht. Wenn kein Vertrag mit dem Grundeigentümer zustande kommt, sieht Stefan Lochner auch die Gefahr, »dass der Klettersteig stirbt«.

Bürgermeister Hannes Rasp bestätigte grundsätzlich die Aussagen Stefan Lochners. Dennoch wollte er die Angelegenheit nicht ganz so pessimistisch sehen. »Wir schauen, dass wir zeitnah eine Lösung finden. Ich gehe davon aus, dass wir uns einig werden.« Ulli Kastner