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Große Kunst auf kleiner Bühne

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Auch Oberbürgermeister Christian Kegel gehörte zu den zahlreichen Gratulanten. (Foto: Heel)

Nicht wenige mit dem NUTS verbundene Künstler hatten sich eingefunden, um zusammen mit Christa und Franz-Josef Fuchs sowie vielen Freunden und Mitstreitern der Kulturfabrik das 20-jährige Bestehen dieser für Traunstein und Umgebung so wichtigen Institution zu feiern.


Nach dem Empfang der Gäste im Foyer, musikalisch umrahmt von dem Boogie-Woogie-Pianisten Jörg Hegemann, übernahm der Kabarettist Michael Altinger die Regie und führte in gewohnt launiger Weise durch den Abend. Dabei betonte er, dass das NUTS mittlerweile bundesweit bekannt sei und dank seines familiären Ambientes auch sehr beliebt. Leider hätten es solche Einrichtungen infolge einer um sich greifenden »immer größer« Event-Kultur nicht gerade leicht, sich zu behaupten.

Danach ergriffen Christa und Franz-Josef Fuchs das Wort und bedankten sich für all die Unterstützung, die sie im Lauf der Jahre erfahren hätten, insbesondere bei Winfried Klima und bei Franz Ober, der ihnen die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hatte. Anfangs als »Verrücktheit« belächelt, habe sich das NUTS als Erfolgsmodell erwiesen, das bis heute rund 2000 Künstler zu Gast hatte. Dazu seien 60 Eigenproduktionen entstanden, meist Theaterstücke mit historischem Hintergrund und mit zum Teil langen Laufzeiten. Einer dieser Gäste war auch Sebastian Schuhbeck, der hier als Kabarettist debütiert hat. Er präsentierte Auszüge aus seinem ersten Programm »Proll-Alarm«, gefolgt von dem Pianisten, Stimmenimitator und Entertainer André Hartmann, der bereits 14 Mal im NUTS aufgetreten ist und jede Menge Promifreunde wie Gerd Schröder, Jogi Löw oder Helene Fischer mitgebracht hatte. Zwar nicht persönlich, aber von Hartmann täuschend echt parodiert. Diverse Musikwünsche, erfüllt an einem Flügel, den freundlicherweise Herr Komlew zur Verfügung gestellt hatte, banden das Publikum in die überaus kurzweilige Show ein.

Nach einer geselligen Runde mit Buffet im Foyer, bei der man eine Reihe von Werken bewundern konnte, die Walter Angerer der Jüngere im Zusammenhang mit Produktionen des NUTS geschaffen hat, hob Oberbürgermeister Christian Kegel in seiner Grußrede hervor, dass die Stadt Traunstein immer hinter dem NUTS stehen werde und wünschte weitere 20 erfolgreiche Jahre. Anschließend gaben die Herren Wunderlich, ebenfalls Stammgäste im NUTS, ein kurzes Gastspiel, allerdings nur zu zweit, da Georg Anker erkrankt war.

Sehr erfreulich geriet auch der »Auftritt« von Konrad Gruber, dem Geschäftsstellenleiter der Sparda-Bank Traunstein. Mit den Worten »Große Kunst auf kleiner Bühne muss gefördert werden« überreichte er Christa Fuchs einen Scheck über 5000 Euro. Seinen Abschluss fand der Abend mit dem Kabarettisten Bumillo (Christian Bumeder), der Auszüge aus seinem aktuellen Programm »Die Rutsche rauf« zum Besten gab. Ein Titel, der auch für das Nuts gelten könnte, das den Spielplatz Kultur auch weiterhin konstruktiv mitgestalten wird. Wolfgang Schweiger