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Großartiges Barkonzert

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Barbara Rauch (von links), Georg Beyschlag, Stephan Schütz und Marlene Fischer sorgten nicht nur mit irischer Musik für Begeisterung. (Foto: Müller)

Die Band »Cotton Rich« mit Georg Beyschlag (Keyboard, Gitarre und Gesang), Marlene Fischer (Geige), Stephan Schütz (Percussion) und Barbara Rauch (Gesang) hat bei einem »Sonntagabend-Barkonzert« in der Theater-Strickerei Grabenstätt für beste Stimmung und Unterhaltung gesorgt.


Der zweite Auftritt – zum irischen Nationalfeiertag St. Patrick‘s Day hatte die Band mit den »Ivy Leaf Irish Dancers« im März ihre Premiere in Grabenstätt gefeiert – sei fast wichtiger als der erste, denn erst, wenn man erneut viele Besucher begrüßen könne, wisse man, »es hat funktioniert«, betonte Moderator Georg Beyschlag, nachdem »Cotton Rich« mit dem Lied »Boat On The River« ihr Konzert eröffnet hatte.

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Wie keine andere hat Barbara Rauch den Irish Blues im Blut, denn sie ist in Dublin geboren und in einer Familie aufgewachsen, in der Singen und Musizieren eine große Rolle spielten. Bis heute ist die Musik ein ganz wichtiger Teil ihres Lebens und ihre Liebe zur »Grünen Insel« ungebrochen, auch wenn sie schon vor 30 Jahren aus Irland weggezogen ist.

Immer wieder begeisterte Barbara Rauch mit ihrer feinen Stimme und das nicht nur bei den Folk-Music-Songs und Traditionals. Auch die musikalischen Streifzüge in die ältere und jüngere Pop- und Country-Musik kamen bestens an und wurden mit Applaus und Jubel bedacht.

Zum angekündigten »bunten Strauß aus alten und neunen Liedern« gehörten im ersten Konzertdrittel das Lied »Catch The Wind« nach Donovan sowie die Folk-Songs »If I Needed You« und »Wayfaring Stranger«, beide bekannt aus dem dramatischen Liebesfilm »The Broken Circle Breakdown« – anstatt Nervenkitzel und Herzschmerz waren ohne den Film einfach nur entspanntes Zurücklehnen und Genießen angesagt.

Mit »Somebody To Love«, einem Lied der jungen US-amerikanischen Country-Musikerin und Grammy-Preisträgerin Kacey Musgraves, ging es in die erste Pause. Im zweiten Konzertdrittel ließ die Band Musik von Bob Dylan, Emerson, Lake and Palmer sowie Coldplay erklingen. Das Lied »Something In The Water« war so schön, dass sich weder Sängerin Barbara Rauch noch ihre Zuhörer voreilig in die zweite Pause verabschieden wollten.

Noch weit vor Mitternacht ging es weiter mit J. J. Cales »After Midnight« und beeindruckenden Percussion-Einlagen von Stephan Schütz, »Aint No Sunshine« nach Bill Withers und einer Hymne an Sister Rosetta, der ersten Rockgitarristin der USA. Marlene Fischer steuert für Sister Rosetta ein begeisterndes Geigen-Solo bei.

Das Mut machende und wachrüttelnde Lied »Tomorrow« von Frederica Stahl widmete Barbara Rauch ihrem Mann, der sich intensiv damit beschäftige, was man machen könne, damit es auch den Kindern, Enkelkindern und zukünftigen Generationen auf dieser Welt gut gehe. Mit »Lanigan’s Ball« stand einer der bekanntesten Irish Folk-Songs auf dem Programm – und die Stimmung in der »Irish Bar« in Grabenstätt ging durch die Decke. Vor den drei klangvollen Zugaben ging niemand nach Hause. Markus Müller

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