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Gratisparken adé

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Wer auf dem »Rauchegger-Parkplatz« stehen bleiben will, muss ab sofort fünf Euro am Tag bezahlen. (Foto: Hudelist)

Freilassing – Kostenloses Parken war bisher ein Trumpf der Einkaufsstadt, selbst auf privaten Flächen. Das ändert sich nun, denn rund 90 Parkplätze auf dem privaten, ehemaligen Rauchegger-Areal werden gebührenpflichtig. Fünf Euro soll die Tagesgebühr betragen, ein noch kostenloser Probebetrieb soll in den nächsten Tagen aufgenommen werden. »Eine erneute Vereinbarung mit den umliegenden Geschäftsleuten ist in Arbeit, wir haben vorgeschlagen, gegen eine Grundgebühr die erste Stunde gratis zu belassen«, so Angela Aicher von der Unternehmensgruppe Max Aicher. Man habe den Parkplatz auch der Stadt angeboten, diese habe allerdings abgelehnt.


Das Areal zwischen dem Hagebaumarkt, dem Bahnhof und der Reichenhaller Straße ist rund 40 000 Quadratmeter groß, Bauunternehmer Max Aicher hatte es 2014 von der Firma Rauchegger übernommen. Auf einem Teil davon hatte sich in den letzten Jahren ein »wilder Parkplatz« entwickelt, der nur für die Autofahrer kostenlos erschien: denn Ärzte und anliegende Geschäftsleute hatten an den Eigentümer sehr wohl einen Obolus entrichtet.

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Währenddessen plante Aicher auf dem Gelände ein »Atrium« mit Hotel, Studentenheim und Ordinationen. Das gefällt dem Stadtrat aber mehrheitlich nicht, der die Stadt lieber auf der nördlichen Seite des Bahnhofs entwickeln möchte und sich ein Ärztehaus auf dem dann neuen Lindenplatz vorstellen kann. »Da unsere Bemühungen, einen Neubau zu errichten, bis dato noch nicht gefruchtet haben, mussten wir uns Gedanken über eine sinnvolle Nutzung des Areals machen«, so Angela Aicher, bisher werde das Areal für einen Flohmarkt und als Parkplatz für die umliegenden Geschäfte und Ärzte genutzt, die dafür auch einen Beitrag geleistet hätten.

Optik verbessern

»Es war uns wichtig, nun weiter Ordnung in die Benutzung der Fläche zu bringen, wir haben in den letzten Wochen auch die alten Beschilderungen entfernt, um die Optik etwas zu verbessern.« Zudem habe die Fläche wieder instand gesetzt werden müssen, »also zum Beispiel die Entfernung von Schlaglöchern und von herrenlosen Fahrzeugen«, so Aicher weiter. Die Unternehmenssprecherin weist auch darauf hin, dass der Eigentümer auch die Haftung übernehmen müsse sowie die laufenden Betriebskosten wie Versicherung und Winterdienst bezahlt werden müssen.

Kostenloser Probebetrieb

Die Schrankenanlage und der Parkautomat sollen in den kommenden Tagen in den noch kostenlosen Probebetrieb gehen und dann auf kostenpflichtig umgestellt werden. Die Eröffnung des Parkplatzes habe länger gedauert als geplant, weil eine eigene Stromversorgung sowie ein Internetanschluss aufgebaut werden mussten. Geplant sind auf der rund 3 200 Quadratmeter großen Fläche im südlichen Teil des großen Areals rund 90 Parkplätze, »theoretisch kann der Parkplatz auch auf die gesamte Fläche ausgeweitet werden, also rund um die ehemalige Tankstelle«.

Die Preisgestaltung steht so weit fest, geplant ist eine Tagesgebühr von fünf Euro »mit einer entsprechenden Abstufung für kürzere Zeiten«. Zudem werde eine erneute Vereinbarung mit den umliegenden Geschäften und Ärzten angestrebt, »wir haben vorgeschlagen, gegen eine Grundgebühr die erste Stunde gratis zu belassen«. Michael Hudelist

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