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Grandioses Wetter beim Sternschnuppenregen am Wochenende

Berlin (dpa) - Petrus lässt am Wochenende Wünsche wahr werden: Himmelsgucker können den Sternschnuppenschwarm der Perseiden in der Nacht von Samstag auf Sonntag in ganz Deutschland bei klarem Nachthimmel beobachten.

Sternschnuppe
Eine sternenklare Nacht von Samstag auf Sonntag verspricht einen besonders guten Blick auf den Meteorstrom der Perseiden. Foto: Marcus Führer/Archiv Foto: dpa

Während des Maximums zwischen zwei und fünf Uhr seien bis zu 120 Meteore pro Stunde am Himmel zu erwarten, sagte Otto Guthier von der Vereinigung der Sternfreunde. «Grund dafür ist, dass der Radiant - der Punkt am Himmel, aus dem diese Sternschnuppen scheinbar austreten - sich zu diesem Zeitpunkt genau über uns befindet», erklärt der Vorsitzende des größten Vereins von Amateur-Astronomen in Deutschland.

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Am besten schaue man in dunkler Umgebung in Blickrichtung Osten nach oben, rät Guthier. Die Feuerkugeln haben nach Angaben der Sternfreunde eine Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Sekunde, also 216 000 Kilometern pro Stunde.

Ob Osten, Süden, Norden oder Westen - wettertechnisch ist das Lichtspektakel in diesem Jahr überall in Deutschland gut zu sehen. «Für Menschen, die die Perseiden beobachten wollen, ist das Wetter einfach grandios» sagte Dorothea Paetzold vom Deutschen Wetterdienst. Ein nahezu wolkenloser Himmel verspreche klare Sicht. «Das Wochenende wird überwiegend sonnig, daher ist das Wetter auch nachts vielversprechend. Die Temperaturen liegen Samstagnacht zwischen 12 und 14 Grad.» Auch das Mondlicht wird die Sicht auf die Perseiden nach Astronomenangaben nicht stören.

Der Ursprung der Perseiden scheint im namensgebenden Sternbild Perseus zu liegen. Ursache des Phänomens ist der Komet «109P/Swift-Tuttle», der eine lange Spur aus Staub und Körnchen hinter sich herzieht. Auf ihrer Bahn um die Sonne kreuzt die Erde diese jedes Jahr im August. Dann dringen Teilchen davon in die Atmosphäre ein und verglühen. Die Sternschnuppen heißen im Volksmund auch «Laurentiustränen», weil sie just um den Gedenktag des Heiligen am 10. August besonders oft zu sehen sind. Die kleinen Lichtblitze galten als die Tränen des Himmels über das Martyrium des Laurentius.