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Grabenstätt: Viele Weiler und Gehöfte haben kein schnelles Internet

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Breitbandausbau Grabensätt
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Leerrohre für Glasfaserleitungen für schnelles Internet liegen an einer Landstraße. Foto: Julian Stratenschulte Foto: dpa

Grabenstätt – »Am 18. September wurden die vertraglich vereinbarten Arbeiten zur Verbesserung der Breitbandversorgung im Gemeindebereich durch die Deutsche Telekom GmbH offiziell abgeschlossen«, berichtete Bürgermeister Georg Schützinger in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Die sogenannte FTTC-Technik, eine Glasfasertechnik, bei der die Glasfaser zwischen der Ortsvermittlungsstelle und den Straßenverteilern an den Gehwegen geführt wird und die bisherigen Kupferanbindungen zu den Hausanschlüssen bestehen bleiben, wurde in Kraimoos, Tettenmoos, Schneereut, Fernbichl, Hachsenöst, Höring, Zeiering und Grabenstätt-Nord angewandt. Die als beste Anbindung geltende FTTH-Technik, bei der die Glasfaser von der Ortsvermittlungsstelle in Leerrohren bis in die Wohnung des Endkunden geführt wird, wurde in Osterbuchberg und Sossau umgesetzt, weil dort ein FTTC-Ausbau deutlich unwirtschaftlicher gewesen wäre. Mit der Einführung der sogenannten Vectoring-Technologie werden zum Teil sogar weitaus höhere Bandbreiten geliefert, als ursprünglich ausgeschrieben beziehungsweise zugesagt wurden – aktuell bis zu 100  Mbit/s, teilweise sogar noch höher.

Parallel zu dem vom Freistaat geförderten Breitbandausbau erfolgte in Teilbereichen von Grabenstätt und Marwang auch ein eigenwirtschaftlicher Ausbau durch die Deutsche Telekom. Auch hier sind bereits Bandbreiten von mindestens 50 bis 250 Mbit/s möglich.

Auch wenn die Gemeinde seit 2010 an der Verbesserung der Breitbandversorgung arbeitet, gibt es auf der Versorgungskarte immer noch »weiße Flecken«, in denen keine ausreichende Internetversorgung vorherrscht. Dies betrifft vor allem die Weiler beziehungsweise Gehöfte in den Außenbereichen Hagenau, Ober- und Untereggerhausen, Innerlohen, Kaltenbach, Brodeich, Vocking, Innerlohnen, Pitzlloch, Unter- und Oberaschau, Wimm, Gutharting, Kalsperg, Oberwinkl, Wolferting, Buch, Fliegeneck, Lenthal, Kroneck, Hütt, Stadeln, Eckering und Teile von Langenspach. Für diese potenziellen Ausbaugebiete wurde bereits im vergangenen Jahr ein zusätzliches Verfahren eingeleitet. Derzeit befindet sich die Gemeinde im sogenannten »Auswahlverfahren«. Der Gemeinderat muss bald eine Entscheidung über einen möglichen Ausbau beziehungsweise für einen Netzbetreiber treffen.

Laut Bayerischer Breitbandrichtlinie sei die Förderung für Gebiete grundsätzlich ausgeschlossen, in denen bereits eine entsprechende, hochbreitbandige Netzinfrastruktur vorgehalten werde, wie es regelmäßig in Bereichen von Kabelfernsehtrassen der Fall sei, so Geschäftsleiter Peter Lex. Dies sei auch der Grund, warum zum Beispiel Hirschau und die Kellerbergsiedlung von der Gemeinde bislang nicht als Erschließungsgebiet aufgenommen werden konnten. Eigenwirtschaftliche Ausbaupläne der Deutschen Telekom bestünden in diesen Bereichen aktuell leider nicht, betonte Lex.

Von Rudi Aigner (CSU) auf den sogenannten »Höfebonus« angesprochen, mit dem man Glasfaser in dünn besiedelte Gebiete bringen kann, meinte Lex, dass die Gemeinde diesen bereits angemeldet habe, man allerdings bedenken müsse, dass es in den Außenbereichen zahlreiche weit, verstreut liegende, bäuerliche Anwesen gebe. mmü